Frist für Antrag versäumt

Inhaberin genervt: Fahrradständer sollen weg

, Uhr
Berlin -

Nachdem Astrid Weick erst vor Kurzem Ärger mit der Stadt Neuruppin wegen Aufklebern auf der Schaufensterscheibe hatte, muss sie nun den Fahrradständer vor ihrem Betrieb entfernen. Jedes Jahr müsse sie für ihre Zieten-Apotheke in Brandenburg fristgerecht denselben Antrag stellen. „Damit ich vor dem Betrieb einen Fahrradständer sowie ein Werbeaufsteller platzieren darf“, erklärt sie. Diesmal habe sie den Termin verpasst und nun soll der Ständer weg.“ Immerhin: „Wenigstens die Aufkleber dürfen dranbleiben.“

Zunächst sollte Weick die seit mehr als zehn Jahren an der Schaufensterscheibe klebenden Aufkleber, die auf die Kooperation mit Elac Elysée hinweisen, entfernen. Die Klebchen würden plötzlich gegen die Bauvorschriften verstoßen, hieß es noch Anfang des Jahres. Die Stadt drohte ihr mit einem gebührenpflichtigen Verfahren, wenn sie die vierwöchige Frist nicht einhalte und die Aufkleber außen verschwänden.

Aufkleber ja, Fahrradständer nein

Vor Kurzem kam die Entwarnung: „Die Aufkleber dürfen nun doch dranbleiben, die Werbesatzung würde ohnehin bearbeitet – so teilte man es mir am Telefon mit. Das offizielle Schreiben schickte mir die Stadt erst vor etwa vier Wochen“, erklärt Weick. Doch damit nicht genug. „Nun habe ich den nächsten Ärger am Hals, weil ich einen Antrag für meinen Fahrradständer und Werbeaufsteller nicht fristgerecht stellte“, beklagt sie.

Immer derselbe Antrag

Es sei jedes Jahr exakt derselbe Antrag. „Ich muss drei Seiten ausfüllen, eine Lageskizze erstellen und immer erneut zu einem bestimmten Zeitpunkt um die Erlaubnis bitten“, so Weick. „Das ist in meinen Augen recht unsinnig.“ Nun habe sie diesmal die Frist verpasst. „Da kam gleich ein Verwarnungsschreiben, dass ich den Fahrradständer zu entfernen habe.“ Außerdem ärgert sie, dass es zwar heißt, der Antrag sei kostenlos, „aber die Bearbeitungsgebühr von 25 Euro fällt trotzdem jedes Mal an“, so die Inhaberin.

Den Fahrradständer will sie erstmal stehenlassen. „Meine Kundschaft braucht den, es kommen einige Menschen mit dem Fahrrad zu unserer Apotheke“, macht sie deutlich. „Ich warte ab“, so Weick.

Guter Journalismus ist unbezahlbar.
Jetzt bei APOTHEKE ADHOC plus anmelden, für 0 Euro.
Melden Sie sich kostenfrei an und
lesen Sie weiter.
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Lesen Sie auch