Halloween

Supermarkt verschenkt Psychopharmaka

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Berlin -

Valproat & Quetiapin statt Süßes & Saures: In Kanada landeten zu Halloween versehentlich verblisterte Psychopharmaka in einer Schale mit Süßigkeiten. In Österreich brachen als Skelette maskierte Männer in der Nacht zum Sonntag in zwei Apotheken ein.

Im kanadischen Quebec erhielten ein paar Halloween-Kinder nicht die Süßigkeiten, die sie sich gewünscht hatten: Durch ein Versehen waren in einer Supermarkt-Apotheke einzeln verblisterte Psychopharmaka in die Schütte mit Halloween-Bonbons geraten – und wurden an die Kinder verteilt.

Eine Polizistin sagte, ein Kunde habe die verschreibungspflichtigen Medikamente beim Verlassen des Supermarkts, in dem sich die Apotheke befindet, fallengelassen. Ein anderer Kunde habe die Arzneimittel vom Boden aufgehoben und auf den Counter der Apotheke neben die Bonbonkiste gelegt.

Ein Angestellter müsse die Psychopharmaka versehentlich unter die Bonbons gemischt haben, berichtet die Polizei. So seien die Medikamente an die Kinder gelangt. Es handele sich um sieben Pillen mit Quetiapin beziehungsweise Valproinsäure in einzelnen Blisterpackungen, die in dieser Menge laut Polizei aber nicht gefährlich seien. Sie könnten aber leichte Nebenwirkungen hervorrufen wie Zittern, Übelkeit und Schläfrigkeit.

Zur etwa gleichen Zeit in Österreich: Kurz nach Mitternacht schlugen zwei Männer in Tirol zu. Die Täter trugen laut Polizei Halloween-Masken und ein Skelettkostüm. Mit einem Hammer zerstörten sie zunächst die Schaufensterscheiben einer Apotheke in Mils und kurz darauf in Kolsass. Im Anschluss brachen sie die Kassen auf und stahlen eine „relativ geringe“ Menge Bargeld.

Die Alarmanlage informierte die Polizei. Die Einsatzkräfte fanden im nahen Umkreis der Apotheke einen auffälligen Pkw und konnten den Wagen nach einer kurzen Verfolgungsjagd anhalten. Bei der Kontrolle fanden die Ermittler Halloween-Masken sowie die Kostüme. Auch der Vorschlaghammer befand sich noch im Wagen.

Die 21 und 26 Jahre alten Männer haben laut Polizei die Tat teilweise gestanden. Sie wurden in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert. Die Ermittlungen dauern noch an. Wie hoch der Schaden in den Apotheken ist, stehe derzeit noch nicht fest.

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