Ärztlichen Bereitschaftsdienst

Einheitliche Notrufnummer geplant

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In Deutschland soll es künftig eine bundesweit einheitliche Notrufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst geben. „Wir wollen bis Ende kommenden Jahres die Nummer 116117 als erste Anlaufstelle für alle Menschen einrichten, die Hilfe vom Bereitschaftsdienst benötigen“, sagte der Sprecher der Kassenärztliche Bundesvereinigung, Roland Stahl, am Freitag in Berlin. Er bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung.

Wer einen akuten Notfall hat, sollte dann weiterhin die 110 und 112 wählen. Wer aber beispielsweise am Wochenende mit einer Grippe oder einem verstauchten Knöchel im Bett liegt, kann sich mit der neuen Nummer schnell Hilfe nach Hause holen. Die einheitliche Nummer ist eine Initiative der Kassenärztlichen Vereinigungen.

Bisher gibt es bundesweit zahlreiche verschiedene Nummern für die ärztlichen Bereitschaftsdienste. Das soll sich mit der neuen Nummer 116117 ändern. „Der Anrufer muss sich nur diese Nummer merken und im Bedarfsfall wählen“, sagte Stahl. „Dann wird er abhängig von dem Ort, von dem er anruft, an den nächsten Bereitschaftsdienst vermittelt.“ Die Nummer soll auch für Touristen gelten. Für sie solle es Angebote in verschiedenen Fremdsprachen geben, sagte Stahl.

Die neue Notrufnummer wird nach bisherigen Planungen im kommenden Frühjahr in einer Modellphase getestet. Erst, wenn alle technischen Voraussetzungen erfüllt und erprobt wurden, soll die Nummer bis voraussichtlich Ende 2008 bundesweit eingeführt werden.

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