Radsport

Diuretika-Doping: Freispruch möglich

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Fränk Schlecks positive Analyse auf ein Diuretikum wird nicht automatisch als Dopingfall gewertet. Ein kurzer Blick in die Tour-de-France-Vergangenheit zeigt, dass Radprofis nach einem entsprechenden Test auch freigesprochen werden können.

Im Vorjahr wurde dem Russen Alexander Kolobnew – ähnlich wie 2012 Schleck – ein Diuretikum im Urin nachgewiesen. Er musste die Tour verlassen. Der russische Verband verurteilte den Katusha-Fahrer aber nur zu einer geringen Geldstrafe, weil dieser angab, das Medikament wegen chronischer Kreislaufbeschwerden genommen zu haben. Der Weltverband UCI klagte vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS. Die Richter sprachen Kolobnew aber von allen Anklagepunkten frei.

1988 durfte der spanische Tour-Sieger Pedro Delgado gar sein Gelbes Trikot behalten, obwohl bei ihm die Einnahme des Urikosurikums Probenecid nachgewiesen worden war. Damals stand das Präparat aber nicht auf der letztlich relevanten Verbotsliste.

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