Tag der Zahngesundheit

Arbeitskreis fordert Zahnkontrollen

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Kinder bis drei Jahre leiden immer häufiger unter Milchzahnkaries. Zu diesem Befund kommt der Arbeitskreis „Tag der Zahngesundheit“ (TdZ). Die Kooperation aus Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Krankenkassen und weiteren Institutionen fordert die Politik auf, die zahnärztliche Behandlung von Kindern als Pflichtleistung im Katalog der Krankenkassen zu stärken.

Vor allem die Eltern aus sozial schwachen Gesellschaftsteilen vernachlässigen aus Sicht des TdZ die Zahnpflege ihrer Kinder. Nur wenige von ihnen suchten regelmäßig einen Zahnarzt auf. Hier sei eine konsequentere Gesundheitserziehung vonnöten. Allerdings beschneide die aktuelle Gesundheitspolitik die Möglichkeiten der Vorsorge, so ein Sprecher der Spitzenverbände der Krankenkassen. Es sei unwahrscheinlich, dass die Kassen nach Einführung des Gesunheitsfonds weiterhin freiwillig rund 450 Millionen Euro pro Jahr in die Zahngesundheit der Kinder und Jugendlichen investieren würden.

Bislang wird eine umfassende Untersuchung erst ab einem vollen Milchzahngebiss erstattet. Der TdZ fordert eine solche Position im Leistungskatalog auch für unter 3-Jährige. Die Kontrollen bei älteren Kindern hätten in den vergangenen Jahren große Erfolge bewirkt: Bei den 12-Jährigen sei der Kariesanteil auf 0,7 Prozent zurückgegangen, von fast 10 Prozent Anfang der 80er-Jahre, so der TdZ.

Zum „Tag der Zahngesundheit“ macht der TdZ seit 1991 jährlich am 25. September mit Aktionen auf das Thema aufmerksam. Das Motto für dieses Jahr lautet: „Gesund beginnt im Mund - auch unsere Zähne leben länger“. Ziel sei, die Zahngesundheit der Kinder und Jugendlichen auf dem erreichten hohen Niveau, das im internationalen Vergleich auf einem Spitzenplatz liege, weiter zu führen und möglichst bis in das hohe Lebensalter zu erhalten, sagte der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Dr. Dietmar Oesterreich. Angesichts der demografischen Entwicklung werde dem Thema in der Zukunft eine wachsende Bedeutung zukommen.

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