Stada hat 2025 dank eines starken Wachstums bei Spezialmedikamenten deutlich zugelegt. Im OTC-Bereich freut man sich über starke Zuwächse im Versandhandel.
So stieg der bereinigte Umsatz zu konstanten Wechselkursen um 6 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) bei konstanten Wechselkursen verbessert sich um 8 Prozent auf 961 Millionen Euro.
Hier wuchsen die Erlöse um 5 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro und damit besser als der Markt. Das Wachstum wurde zum großen Teil durch die Markteinführung von Rivaroxaban getrieben, außerdem wurde die Entwicklung durch Herz-Kreislauf-Medikamente, insbesondere Apixaban, Dabigatran und Ticagrelor, sowie durch mehrere Statine vorangetrieben. Stada konnte zudem einige Lücken schließen, beispielsweise mit Enoxaparin in Belgien oder dem Inhalator Proxor (Beclomethason/Formoterol) im Vereinigten Königreich.
Im Bereich der rezeptfreien Präparate legten die Erlöse um 2 Prozent zu auf 1,6 Milliarden Euro. Hier litt der Konzern unter einer relativ geringen Husten- und Erkältungshäufigkeit in den Schlüsselmärkten; außerhalb dieser Kategorie gab es ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich. Eine starke Performance lieferten laut Konzern Nizoral, Levomecol und Cetraben in der Dermatologie, Elotrans und Protectis im Bereich Magen-Darm sowie Eunova, Walmark und Natures Aid bei Vitaminen, Mineralstoffen und Nahrungsergänzungsmitteln.
„Unter Berücksichtigung und Vorwegnahme von Verbrauchertrends hat Stada seinen E-Commerce-Umsatz zwischen 2022 und 2025 nahezu verdoppelt, wobei mehr als die Hälfte des Medienbudgets des Konzerns für digitale Kanäle aufgewendet wurde. Stada treibt das E-Commerce-Wachstum weiter voran, indem es geografisch expandiert und einen Omnichannel-Ansatz verfolgt, um Verbraucher auf Plattformen wie Google, TikTok und Instagram anzusprechen, sowie durch den gezielten Einsatz von KI-Technologien.“
Am stärksten wuchs der Bereich der Biosimilars und Spezialmedikamente. Dank eines Zuwachses von 17 Prozent konnte erstmals 1 Milliarde Euro erzielt werden.
Zu den wichtigsten Treibern zählten hier Uzpruvo (Ustekinumab), Kinpeygo (Budesonid) die Parkinsonmittel Lecigon, Apogo/Onapgo sowie weitere Biosimilars in einer breiten Palette von Therapiebereichen wie Knochengesundheit, Immunologie und Onkologie. Für 2026 seien fünf Einführungen geplant, darunter Golimumab und Tocilizumab. Mit einem breiten Portfolio aus elf zugelassenen Produkten sowie einer geografischen Präsenz habe man eine Position aufbaut, die nur wenige Wettbewerber erreichten.
„Alle unsere Regionen – Westeuropa, Mittel- und Osteuropa, Deutschland sowie der Nahe Osten und Asien – tragen maßgeblich zu unserem Wachstum bei. Wesentliche Treiber für unser über dem Branchendurchschnitt liegendes Wachstum waren mehrere erfolgreiche Markteinführungen in allen drei Segmenten. Darüber hinaus haben wir allein im Jahr 2025 110 neue Produkte einlizensiert und damit eine noch stärkere Pipeline für eine erfolgreiche Zukunft gesichert“, kommentierte CEO Peter Goldschmidt.
„Um das Wachstum im Bereich Consumer Healthcare weiter voranzutreiben, prüfen wir weltweit aktiv Akquisitionsziele, um unsere breite Gesundheitsplattform zusätzlich zu unserer starken internen Pipeline zu stärken. Gleichzeitig nutzen wir weiterhin Chancen, um unser Markenportfolio in den am schnellsten wachsenden Kategorien wie Dermatologie, Gesundheitsvorsorge und Wellness zu erweitern“, so Goldschmidt weiter.
„Wir sind mit einer gut gefüllten Entwicklungspipeline und unserer Strategie bestens gerüstet, um die Chancen im Zusammenhang mit dem Exklusivitätsverlust bei GLP-1-Präparaten sowohl im Bereich Diabetes als auch bei der Gewichtsreduktion zu nutzen, wobei wir auf Blockbuster-Marken wie die auf Semaglutid basierenden Präparate Ozempic und Wegovy sowie die auf Liraglutid basierenden Präparate Saxenda und Victoza abzielen. Darüber hinaus ist der SGLT-2-Hemmer Empagliflozin ein wichtiger Bestandteil unserer Pipeline im Bereich Diabetes.“
Stada war schon in den vergangenen Jahren unter den Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven stark mit Übernahmen gewachsen. Im Herbst hatte der Arzneihersteller einen neuen Mehrheitseigentümer verkündet, die Londoner Investmentgesellschaft Capvest Partners.
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