Drogerieketten

Schlecker: Rettung durch Schlecker?

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Berlin -

Bei der insolventen Drogeriekette Schlecker spitzt sich die Lage zu. Weil mit dem Aus für die von den Ländern geplante Transfergesellschaft für die Mitarbeiter Massenklagen drohen, ergreifen potenzielle Investoren offenbar die Flucht. Von den 20 Interessenten ist laut „Spiegel“ noch einer übrig geblieben: Die Kinder des Firmengründers Anton Schlecker, Meike und Lars. Wenn sie einen Partner finden, könnten sie den Konzern zurückkaufen.

 

Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hat laut Bericht große Schwierigkeiten, Geldgeber für die Drogeriekette zu finden. Eigentlich sollten in den kommenden Tagen die ersten Verhandlungen zur Zukunft des geschrumpften Konzerns beginnen.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet dagegen, es gebe nach wie vor mehrere Angebote. „Wir haben eine ganze Reihe von Interessenten gefunden, mit denen wir in den nächsten Wochen sprechen werden“, wird Geiwitz zitiert.

Am Donnerstag waren die Gespräche über die Finanzierung einer Transfergesellschaft für die Schlecker-Beschäftigten am Veto der FDP gescheitert; selbst die Kanzlerin hat sich hinter ihren Koalitionspartner gestellt. Rund 11.000 Mitarbeiterinnen stehen damit auf der Straße, nachdem Ende März 2200 Filialen geschlossen worden waren.

Sollte die Schlecker-Familie einen Partner finden und den Zuschlag erhalten, könnten sie laut Spiegel die verbliebenen Filialen, die Immobilien, die Ware und den Fuhrpark übernehmen. Die Logistik- und Dienstleistungsgesellschaft LDG gehört laut Wirtschaftswoche ohnehin den Kindern, die damit zu den Gläubigern ihres Vaters zählen. Mit dem Verkaufserlös könnten die Forderungen der Gläubiger bedient werden. Unklar ist die Zukunft der Auslandsgesellschaften, darunter die Versandapotheke Vitalsana, die nicht vom Insolvenzverfahren betroffen sind.

 

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