Pharmahandel

Rote Zahlen bei Celesio

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Der Stuttgarter Pharmahändler Celesio ist in den ersten neun Monaten wieder in die roten Zahlen gerutscht. Neben einem vor allem währungsbedingten Rückgang bei Umsatz und Ertrag haben auch Sondereffekte das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) belastet: „Substantielle Einmalaufwendungen für Vorbereitungen im Rahmen der Liberalisierung von Apothekenmärkten belasteten das EBITDA in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrags“, teilte der Konzern mit.

Dazu kommen im Quartalsabschluss die bereits Anfang Oktober bekannt gemachten Abschreibungen beim Markenpartnergeschäft von DocMorris in Höhe von 71 Millionen Euro sowie bei den Präsenzapotheken in den Niederlanden, Irland und Italien in Höhe von 203 Millionen Euro.

Im laufenden Geschäft bleibt die Lage angespannt: Der Umsatz lag in den ersten neun Monaten mit 15,7 Milliarden Euro annähernd auf Vorjahresniveau (-0,4 Prozent), das EBITDA sank um 4,5 Prozent auf 456 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis lag bei 21 Millionen Euro nach 296 Millionen Euro im Vorjahr; unter dem Strich ging Celesio mit einem Fehlbetrag von 72 Millionen Euro aus dem Rennen.

Das Endkundengeschäft schrumpfte um knapp 3 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro; das EBITDA in diesem Geschäftsbereich sank um 3 Prozent auf 219 Millionen Euro. Das Versandapothekengeschäft, im Wesentlichen DocMorris, brachte dabei einen Umsatz von 187 Millionen Euro um.

Im Großhandel setzte Celesio 12,8 Milliarden Euro um (-0,4 Prozent); 102 Millionen Euro brachte alleine im September die brasilianische Panpharma. In Deutschland war das Geschäft positiv.

Video-Interview mit Celesio-Chef Dr. Fritz Oesterle: www.apotheke-adhoc.de/Nachrichten/Videos/

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