Bilanz

Roche mit Rekordgewinn

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Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat 2007 vor allem dank seiner Krebsmedikamente so viel verdient wie noch nie. Der Reingewinn stieg um 25 Prozent auf 11,4 Milliarden Franken (rund 6,7 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch in Basel mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich um zehn Prozent auf 46,1 Milliarden Franken.

Für das laufende Jahr erwartet Konzernchef Dr. Franz B. Humer nur noch eine Zunahme des Konzernumsatzes im hohen einstelligen Prozentbereich. Der Zuwachs werde durch die deutlich geringeren Lieferungen des Grippemittels Tamiflu gebremst. Die Käufe des Mittels gegen Vogelgrippe beim Menschen seitens Regierungen und Unternehmen seien größtenteils abgewickelt. Andererseits werde der Bereich Diagnostika durch die Übernahme der US-Firma Ventana Medical Systems wachsen. Nach monatelangem Ringen hatte Roche mit einem erhöhten Angebot den Kauf vor wenigen Tagen perfekt gemacht.

Im vergangenen Jahr stieg der Pharma-Umsatz um elf Prozent auf 36,8 Milliarden Franken. Er erhöhte sich damit fast doppelt so schnell wie der Weltmarkt. Die Erlöse der Geschäftssparte Diagnostika nahmen um sechs Prozent auf 9,3 Milliarden Franken zu.

Bei der wichtigsten Sparte Pharma profitierte Roche auch im vergangenen Jahr vom Patentschutz. Die Verkäufe von Krebspräparaten legten um 20 Prozent zu und machten die Hälfte des Pharmaumsatzes aus. Damit stieg der Weltmarktanteil der Roche-Gruppe bei Krebsmitteln auf fast 30 Prozent.

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