Stuttgarter Zeitung

Pfizer-Umzug fällt kleiner aus

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Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer will seine Firmenzentrale nach Angaben der "Stuttgarter Zeitung" (Freitag) mit deutlich weniger Mitarbeitern aus Karlsruhe nach Berlin verlegen als ursprünglich geplant. Die Zeitung zitiert aus einer Studie, nach der das Unternehmen entgegen des offiziellen Angebots nur 15 bis 20 Prozent der mehr als 500 Mitarbeiter mit in die Hauptstadt nehmen will. In der neuen Deutschlandzentrale Berlin sollen nur noch 300 "permanente" Festangestellte und 100 "flexible" Mitarbeiter beschäftigt sein. Bis zum September sollen die Pläne unter Verschluss gehalten werden. Bis zum Jahr 2013 seien Personalkosteneinsparungen von 68 Millionen Euro geplant.

Eine Unternehmenssprecherin kommentierte die Existenz einer entsprechenden Studie am Donnerstagabend nicht. "Fakt ist und die Aussage steht: Wir wollen, dass alle Mitarbeiter aus Karlsruhe mit nach Berlin kommen", sagte Franziska Theobald. Es sollen in der Hauptstadt 500 Arbeitsplätze entstehen, ein entsprechendes Bürogebäude werde auch angemietet.

Die Studie der Beratungsfirma Boston Consulting Group liege der Leitung des Pharma-Riesen in den USA bereits seit dem Frühjahr 2007 vor, berichtet die "Stuttgarter Zeitung". Erste Vorbereitungen für den Umzug seien demnach bereits Anfang April angelaufen. In der vergangenen Woche hatte der Deutschland-Chef von Pfizer, Andreas Penk, zu den Umzugsplänen gesagt, es sollten "möglichst viele Mitarbeiter" nach Berlin ziehen.

Weltweit arbeiten für Pfizer knapp 100 000 Menschen, deutschlandweit sind an vier Standorten insgesamt 5000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Belegschaft von Pfizer in Karlsruhe war nach einem weltweit verordneten Schrumpfkurs zuerst um 320, dann um weitere 130 Stellen reduziert worden. Ende 2006 beschäftigte Pfizer in Karlsruhe noch 1100 Mitarbeiter, derzeit noch knapp 650.

Pfizer hatte in der vergangenen Woche angekündigt, seine Zentrale im kommenden Jahr von Karlsruhe nach Berlin zu verlagern. Knapp 500 der derzeit 645 Arbeitsplätze seien von den Umzugsplänen betroffen, hatte die deutsche Tochter des Pharmakonzerns mitgeteilt.

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