Umsatz vor allem mit Vyvgart

Muskelschwäche-Medikament lässt Kasse klingeln

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Amsterdam -

Der zunehmende Erfolg seines Muskelschwäche-Medikaments Vyvgart (Efgartigimod alfa) hat dem Biotechspezialisten Argenx erstmals in seiner knapp 20-jährigen Unternehmensgeschichte im Tagesgeschäft einen Gewinn beschert. Während der Umsatz sich 2025 mit knapp 4,2 Milliarden US-Dollar fast verdoppelte, schoss das operative Ergebnis auf fast 1,1 Milliarden US-Dollar hoch. Ein Jahr zuvor hatte Argenx noch einen operativen Verlust von rund 21 Millionen Dollar gemacht. Die Injektionslösung kostet 17.710,60 Euro.

Unter dem Strich stieg der Gewinn im vergangenen Jahr auf 1,3 Milliarden Dollar, nach rund 0,8 Milliarden ein Jahr zuvor. 2024 hatten dem Pharmahersteller noch ein hoher positiver Steuereffekt und ein starkes Finanzergebnis in die schwarzen Zahlen verholfen.

Das Unternehmen macht derzeit im Wesentlichen seinen Umsatz mit Vyvgart. Das Medikament mit dem Wirkstoff Efgartigimod Alfa gilt wegen seines speziellen Wirkprinzips als das erste in seiner Klasse. Es wird unter anderem zur Behandlung gegen die Autoimmunkrankheit generalisierte Myasthenia gravis (gMG) eingesetzt, einer schweren Muskelschwäche. Weitere Studien laufen. Wie Argenx ebenfalls heute mitteilte, wurden bei Tests mit Vyvgart bei okulärer Myasthenia gravis (oMG) – einer Muskelschwäche der Augen – alle wichtigen Studienziele erreicht.

Argenx wurde 2008 im belgischen Gent gegründet, wo bis heute der operative Sitz des Unternehmens beheimatet ist. Rechtlicher Hauptsitz ist Amsterdam, an der dortigen Börse ist Argenx auch notiert. Das Team umfasse mehr als 1000 Mitarbeiter:innen.

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