Der US-Konzern Merck (MSD) spaltet seine Pharmasparte auf. Künftig soll das Geschäft mit Krebsmedikamenten als eigener Bereich geführt werden. Die zweite neue Sparte soll Produkte außerhalb des Onkologie-Bereichs vereinen, darunter den HPV-Impfstoff Gardasil, das Diabetesmedikament Januvia und neuere Produkte wie das Lungenkrankheitsmedikament Winrevair.
Merck erklärte, die Umstrukturierung diene dazu, Produkteinführungen in verschiedenen Krankheitsbereichen zu gewährleisten und gleichzeitig das Produktportfolio breiter aufzustellen. Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ (WSJ) berichtet. Bis dahin soll Jannie Oosthuizen die Onkologika-Sparte leiten, der bisherige Sanofi-Manager Brian Foard soll die Sparte Specialty, Pharma & Infectious Diseases leiten.
Der US-Konzern sieht sich bei seinem Krebs-Blockbuster Keytruda, der nahezu die Hälfte zum Umsatz beiträgt, baldigem Druck durch Generika ausgesetzt. So läuft der US-Patentschutz 2028 ab. Vom Nicht-Onkologie-Geschäft verspricht sich der Konzern laut WSJ ein großes Wachstum. Zudem versucht Merck, die erwarteten Einbußen mittels milliardenschwerer Übernahmen von Biotechnologieunternehmen auszugleichen, die die Entwicklung neuer Medikamente, wie beispielsweise Winrevair, versprechen.
Der Konzern plant in den nächsten Jahren mehr als 20 Markteinführungen neuer Medikamente oder neuer Anwendungsgebiete für bestehende Medikamente.
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