OTC-Marken

Glaxo verkauft Alli, Lactacyd, Granufink und Abtei

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Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) will zahlreiche OTC-Marken verkaufen - darunter das Schlankheitsmittel Alli (Orlistat), die Intimpflege Lactacyd, die Urologika Granufink sowie die Nahrungsergänzungsmittel von Abtei. GSK will sich eigenen Angaben zufolge künftig stärker auf schnell wachsende Marken und Schwellenländer konzentrieren. Die als Nicht-Kernmarken identifizierten Produkte sollen deshalb bis Ende des Jahres abgestoßen werden.

Die Marken hätten gute Zukunftsaussichten, so der Konzern. Andere Unternehmen seien jedoch besser geeignet, das Potenzial der Marken zu entfalten. Mit den zum Verkauf gestellten Produkte, die vor allem in Europa und den USA vertrieben werden, setzte der Konzern im vergangenen Jahr umgerechnet rund 565 Millionen Euro um. Dies entspricht 10 Prozent des Umsatzes von GSK im Bereich Consumer Healthcare. Gespräche mit möglichen Käufern sollen in der kommenden Woche beginnen.

Künftig will sich GSK im Consumer Healthcare-Bereich auf die drei Kategorien Mundhygiene, Selbstmedikation und Nutritionals konzentrieren. In diesen Bereichen verfügt der Konzern über schnell wachsende Marken wie Sensodyne, Panadol und Horlicks. Mit dem verbleibenden Geschäft hatte GSK 2010 einen Umsatz von rund 5 Milliarden Euro erzielt.

In Deutschland machte GSK im Bereich Consumer Healthcare 2009 einen Umsatz 416 Millionen Euro, das war rund ein Fünftel seines Konzernumsatzes hierzulande. Knapp 300 Millionen Euro entfielen auf den Bereich Mundhygiene, zu dem die Marken Chlorhexamed und Corsodyl (nur Apotheke) sowie Corega, Dr. Best, Odol/Odol-med3, Parodontax und Sensodyne gehören.

Mit OTC-Produkten erwirtschaftete der Konzern 72 Millionen Euro; zu den Apotheken-Marken gehören Alli, BesserAtmen, Cetebe, Contac, Cysto Fink, Formigran, Lactacyd, Medacalm, Niquitin, Prosta Fink, Zantic und Zovirax. Auf Abtei entfiel ein Umsatz von 48 Millionen Euro. Außerhalb der Apotheke vertrieben werden außerdem Fagorutin, Granu Fink und Panadol.

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