Politikerbesuch

Giffey zu Gast bei Klosterfrau

, Uhr
Berlin -

Im Rahmen ihrer aktuellen Tour „Made in Berlin“ besuchte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) den Produktionsstandort von Klosterfrau. Der Kölner Hersteller, der in diesem Jahr sein 200-jähriges Jubiläum feiert, investiert innerhalb von vier Jahren rund 60 Millionen Euro in den Neubau von modernen Produktionsanlagen in der Hauptstadt.

Beim Besuch ging es unter anderem um das gemeinsame Vorhaben, den Standort Berlin strategisch zu stärken. Bei der Führung über das Werksgelände erhielt Giffey unter anderem Einblicke in die Produktionsräumlichkeiten des Bonbonwerks, wo die Hartkaramellen hergestellt werden.

„Die Klosterfrau Berlin GmbH ist seit vielen Jahrzehnten ein wichtiger Teil des Pharmastandorts Berlin und zeigt eindrucksvoll, wie gewachsene Tradition den Weg für eine zukunftsweisende pharmazeutische Produktion ebnen kann. Die Investitionen in moderne Produktionsanlagen und nachhaltige Technologien sind ein starkes Bekenntnis zum Innovations- und Industriestandort Berlin. Damit setzt das Unternehmen wichtige Impulse für die industrielle Wertschöpfung und Beschäftigung in unserer Stadt“, sagte Giffey.

Der Blick hinter die Kulissen fand in Anknüpfung an die „Berliner Pharmagespräche“ statt. Diese waren vor einem Jahr von Giffey sowie den führenden Pharma- und Chemieverbänden die „Berliner Pharmagespräche“ initiiert worden. Im Rahmen der Zusammenkunft wurde die „Berliner Erklärung: Zukunft Pharma“ unterzeichnet. Ziel dieser ist es, den Standort Berlin als führenden Innovations- und Produktionsstandort für die Pharma- und Biotechindustrie auszubauen – insbesondere durch Investitionsförderung in Produktion, Forschung und Entwicklung, Sicherung sowie Gewinnung von Fachkräften und Verbesserung der Standortbedingungen inklusive Infrastruktur und Abbau regulatorischer Hürden.

Klosterfrau ist seit mehr als 55 Jahren in Berlin verwurzelt. Heute produziert das Unternehmen auf 45.000 Quadratmetern medizinische Lutschtabletten, flüssige Arzneiformen sowie sterile Einwegspritzen nach strengsten GMP- und FDA-Richtlinien. Es ist der größte Produktionsstandort der Gruppe.

Um bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen, investiert Klosterfrau innerhalb von vier Jahren rund 60 Millionen Euro in den Neubau von modernen Produktionsanlagen am Standort Berlin. Die Anlagen zeichnen sich laut Unternehmen durch innovative Nachhaltigkeitstechniken zur Energieeinsparung, -effizienz und -rückgewinnung aus.

Franziska Giffey mit Dr. Stefan Koch und Dr. Marcel Oster
Franziska Giffey mit Dr. Stefan Koch und Dr. Marcel Oster (rechts).Foto: Klosterfrau Berlin

Als erstes Teilprojekt nahm im Juni 2025 das neue Spritzenwerk als hochautomatisierter Sterilbetrieb mit 1200 Quadratmetern Reinraumfläche für innovative vorgefüllte Spritzensysteme die Produktion auf. Der Investitionsbedarf für dieses Teilprojekt lag bei 25 Millionen Euro, die jährliche Produktionsmenge liegt dann bei bis zu 50 Millionen Spritzen. Ein Spezialisten-Team von rund 40 Personen wurde eingearbeitet und hat die Produktion übernommen.

„Mit der Eröffnung unserer neuen Sterilfertigung konnten wir zeigen, dass die Kombination aus modernster Fertigungs-Technologie gekoppelt mit einem innovativen Energiekonzept in Deutschland nach wie vor möglich ist. Wir sind uns sicher, dass diese Investitionen auch den Standort Berlin weiter stärken werden“, so CEO Dr. Stefan Koch.

Die Eröffnung des Neubaus „medizinische Lutschtabletten“ soll nun folgen: Anfang 2027 soll dann ein neues Werk für die Herstellung und Verpackung von medizinischen Bonbons in Betrieb genommen werden. Hierfür ist der Bau eines neuen Gebäudes erforderlich, gefolgt von der Ausrüstung mit komplexen Produktionsanlagen. Der Investitionsbedarf liegt bei 25 Millionen Euro, weitere 5 Millionen Euro sind notwendig, um für beide neuen Betriebe eine Infrastruktur nach neuestem Stand der Umwelttechnik zu installieren. Bei Betriebsaufnahme werden circa 40 Mitarbeiter beschäftigt.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Lesen Sie auch
Mehr zum Thema
Schmerztherapie und Gehirn-Chips
Warken und Gerlach besuchen Futrue
Mehr aus Ressort
Olopatadin und Azelastin/Fluticason
Neue Therapieoptionen für Allergiker
Medizintechnikanbieter
Sanimed: Neuanfang mit Neubau

APOTHEKE ADHOC Debatte