Rechenzentrum

Führungswechsel bei der VSA

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Die VSA-Firmengruppe hat sich eine neue Kontrollstruktur gegeben. Künftig überwacht ein Aufsichtsrat die Arbeit der Geschäftsführungen der beiden Rechenzentren VSA und ALG sowie des Softwarehauses Awinta. Der zehnköpfige Vorstand wurde dagegen aufgelöst, der bisherige Vorstandsvorsitzende Karl-August Beck hat sich aus der Spitze des Unternehmens zurückgezogen und wurde zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

Im neu geschaffenen Aufsichtsrat werden insgesamt neun Personen vertreten sein. Vier davon werden von der Vertreterversammlung des Förderungsverein der Süddeutschen Apotheken (FSA) gewählt. Der Verein ist alleiniger Gesellschafter der VSA, Mitglieder sind ausschließlich Apotheker. Die Wahlen fanden bei der Vertreterversammlung am vergangenen Donnerstag in Nürnberg statt.

Von den 45 Delegierten wurden in das neue Kontrollgremium gewählt: der ehemalige FSA-Vize Uwe Geiß, Ursula Bokhorni-Imhoff, Josef Kammermeyer und Dr. Michael Vetter. Alle vier waren auch zuvor im VSA-Vorstand. Vor der Wahl stand eine intensive Befragung durch die Vertreterversammlung an.

Die anderen fünf Aufsichtsräte wurden von einem Findungsausschuss benannt: Rüdiger von Esebeck, Dr. Friedrich Kopitsch, Professor Dr. Hartmut Morck, Andreas von Schmidt-Pauli sowie Jan-Gottfried Wiedel als Mitglieder des Aufsichtsrats wurden anschließend von der Vertreterversammlung per Akklamation gewählt.

Der FSA hat künftig drei Vorsitzende: Jürgen Frasch aus Baden-Württemberg, Hans-Joachim Niermann aus Bayern und Mathias Arnold aus Sachsen-Anhalt. Welche Aufgaben der FSA-Spitze künftig zufallen, war auf Nachfrage bislang nicht zu erfahren. Die VSA will zunächst ihre Mitglieder über die Neuordnung informieren.

Mit dem Umbau will sich das Unternehmen professionalisieren. Die VSA rechnet die Rezepte für Apotheken in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Teilen Sachsen-Anhalts ab. Die zur Gruppe gehörende ALG ist in Nordrhein-Westfalen aktiv. Die EDV-Sparte der VSA wurde vor zwei Jahren mit Pro Medisoft zusammen geschlossen: An dem Softwarehaus Awinta sind beide Unternehmen gleich beteiligt.

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