Einkaufen im Hollandmarkt

Drogeriewochen mit Apotheken-Dumping

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Berlin -

Der Hollandmarkt „Ter Huurne“ nahe der deutschen Grenze wirbt wieder mit „Drogeriewochen“. Dabei werden Schmerzmittel wie Ibuprofen und Paracetamol oder das Durchfallmittel Loperamid für unter 1 Euro verkauft. Die Angebote sind jedoch teils teurer als bei vorherigen Aktionen.

Viele Deutsche in Grenzgebieten fahren ins Nachbarland, um von günstigen Preisen zu profitieren. Genau auf diese Zielgruppe hat es der Anbieter „Ter Huurne“ abgesehen. Die Drogeriewochen sollen unter anderem mit „Grenzvorteil-Preisen“ überzeugen, so der Markt. „Während unserer Drogerie-Wochen profitierst du von besonders attraktiven Angeboten auf Pflege- und Haushaltsprodukte.“

Die Drogeriewochen laufen bis zum 9. März. Bestimmte OTC-Arzneimittel müssen in der Niederlande anders als in Deutschland nicht in Apotheken in der Sichtwahl stehen, sondern sind in Drogerien freiverkäuflich. Bei „Ter Huurne“ gibt es eine Drogerie und aktuell werden dort 50 Stück Paracetamol HTP 500 mg für 99 Cent beworben. Auch das Schmerzmittel Ibuprofen 400 mg gibt es für den gleichen Preis, in einer Packung sind 20 Stück.

Preissteigerung bei Loperamid

Die Angebote umfassen auch Loperamid 2 mg für 89 Cent für 10 Kapseln. Eine Packung des Antidiarrhoikums wurde Ende 2025 noch 10 Cent günstiger angeboten. Ebenfalls aktuell beworben wird Pantoprazol 20 mg für knapp 3 Euro für 14 Tabletten. Nasenspray von Leidapharm gibt es für 1,79 Euro und 100 Voltaren Emulgel für knapp 7 Euro.

Hollandmarkt für deutsche Verbraucher

Der Hollandmarkt in Haaksbergen südlich von Enschede ist oft auch an Feiertagen geöffnet und zieht mit dem hauseigenen Restaurant, einem Spielplatz und einer Tankstelle Schnäppchenjäger an. Das Gelände des Hollandmarkts beginnt zehn Meter hinter der Grenze. Das Angebot ist komplett auf deutsche Kundinnen und Kunden ausgerichtet.

Mitunter reisen die Schnäppchenjäger In Kleinbussen an. Als „Ausflugsziel für die ganze Familie“ wurde das Einkaufsparadies bereits beworben – alles befinde sich „in einem Geschäft“.

Doch auch „Ter Huurne“ muss sich was an Medikamente betrifft an Grenzen halten. Dem Markt wurden etwa die Werbung und der Verkauf von bestimmten Arzneimitteln gerichtlich verboten.

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