DocMorris-Bus

Apotheker statt Versorgungslücken

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Berlin -

Bei seiner Tour durch Deutschland trifft der Werbebus von DocMorris immer wieder auf den Protest der Vor-Ort-Apotheken. Derzeit macht die Versandapotheke in Gerolstein in Rheinland-Pfalz Halt. Daneben hat sich Apothekerin Julia Schildgen ist mit einem Aktionstisch aufgebaut und informiert über die vorhandene Versorgung mit Arzneimitteln.

Die Inhaberin der Linden Apotheke steht wie der Bus des Versenders seit gestern gemeinsam mit der Hubertus Apotheke vor der Tourismusinformation. Schildgen verteilt eigene Flyer, präsentiert sich als selbstständige Apothekerin und informiert Passanten und Stammkunden über die ungewöhnliche Ansammlung auf dem Platz.

„Es ist wichtig, dass wir den Botenservice der Apotheken erklären“, sagt sie. Auf den Handzetteln wirbt sie etwa für den kostenlosen Bringdienst bis zu einer Entfernung bis 20 Kilometer. Zudem stellt sie klar, dass ein möglicher Apothekenbus die bestehende Apothekenstruktur gefährdet.

„Hier in Gerolstein haben wir zwei aktive Apotheken“, sagt Schildgen. Die holländische Versandapotheke argumentiert bei ihrer Werbetour etwa mit strukturschwachen Regionen oder dem demographischen Wandel. Von einer Versorgungslücke könne aber keine Rede sein, so Schildgen.

„Das sind ja eigentlich schlüssige Gründe“, sagt die Apothekerin. Deshalb müssten die Kunden über die bestehenden Services der Vor-Ort-Apotheken aufgeklärt werden.

Hinter dem Apothekenbus steckt nach Ansicht von Schildgen ohnehin nur Werbung für den Versandhandel. „Ich habe gefragt, was passiert, wenn die Arzneimittel nicht vorrätig sind“, sagt Schildgen. Darauf hätten die DocMorris-Mitarbeiter auf den Versand verwiesen. Insgesamt sei die Stimmung auf dem Platz gut. „Die Kollegen von DocMorris sind total nett. Wir essen gerade Eis zusammen“, sagt Schildgen.

Mehr Informationen zum DocMorris-Bus sowie Hintergründe zur Bundestagswahl lesen Sie im APOTHEKE ADHOC Dossier „Die Unwählbaren“. Dazu gibt es zusätzlich ein limitiertes DinA2-Plakat „Die Unwählbaren“ – so lange der Vorrat reicht.

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