Rezeptdatenhandel

Datenschützer bestellen Rechenzentren ein

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Berlin -

Der Handel mit Rezeptdaten beschäftigt weiter Deutschlands Datenschützer. Unter der Federführung des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht tauschen sich die Datenschutzbeauftragten der Bundesländer aus, welche Anforderungen an eine Vermarktung von Rezeptdaten zu stellen sind. Bei einem Treffen am 23. Juli im fränkischen Ansbach sollten auch die Apothekenrechenzentren und Auswerter von Rezeptdaten Rede und Antwort stehen.

 

Zu der „Anhörung“ eingeladen waren die Rechenzentren VSA, NARZ und das ARZ Darmstadt. Diese Auswahl sei aber eher zufällig erfolgt und stehe nicht im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen zu den mutmaßlichen Datenschutzverletzungen, heißt es bei der Behörde.

Bei der Besprechung der Adhoc-Arbeitsgruppe ging es demnach auch nicht um Vergangenheitsbewältigung: Die Vorwürfe unter anderem gegen die Firma GFD wegen der angeblichen Weitergabe unverschlüsselter Daten waren nicht Thema der Runde.

Stattdessen sollte gemeinsam mit den Rechenzentren ein Weg gefunden werden, wie der Datenhandel in Zukunft datenschutzrechtlich sauber zu gestalten ist. Klare Vorgaben seien auch der Wunsch der Rechenzentren, heißt es. Im Kern ging es bei dem Treffen um die Frage, ob die Daten, die die Rechenzentren verlassen, ausreichend anonymisiert sind.

Nach der Besprechung in dieser Runde waren am Nachmittag noch die anderen maßgeblichen Unternehmen im Datenhandel dazu gestoßen: die beiden Marktforschungsunternehmen IMS und Insight Health sowie die Firma GFD.

Die Datenschützer wollen sich auch weiterhin regelmäßig austauschen. Ein erstes Treffen hatte bereits im Juni stattgefunden. Einen neuen Termin gibt es aber dem Vernehmen nach noch nicht.

 

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