Drogerieketten

Ausverkauf bei Schlecker beginnt

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Berlin -

Die Drogeriekette Schlecker wird möglicherweise zerschlagen. Für die tschechische Tochtergesellschaft ist bereits ein Käufer gefunden: Für einen unbekannten Preis übernimmt das tschechische Handelsunternehmen p.k.Solvent (PKS) die Kette mit rund 145 Filialen und 459 Mitarbeitern.

 

Für PKS ist der Drogeriemarkt nicht neu: Die 1992 gegründete Gruppe betreibt unter der Marke Teta rund 700 Drogeriemärkte in Tschechien – und ist damit nach eigenen Angaben Marktführer. 2011 setzte PKS rund 130 Millionen Euro um, mit der Übernahme der Schlecker-Märkte will der Konzern seinen Marktanteil auf mehr als 20 Prozent ausbauen. PKS will künftig mit mehreren Marken vertreten sein, mit der Übernahme der Schlecker-Filialen soll vor allem die Präsenz in größeren Städten und Einkaufszentren ausgebaut werden.

Ein Sprecher von Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz bestätigte den Verkauf. Der Erlös werde in die Insolvenzmasse der in Deutschland insolventen Drogeriekette einfließen. Bei der Schlecker-Rettung verfolge Geiwitz über diesen Verkauf hinaus weiter das Ziel, die Drogeriekette im „Gesamtpaket“ anzubieten.

Schlecker hatte 2006 die Drogeriekette Droxi vom Feinkostanbieter Julius Meinl übernommen. Zuvor war der deutsche Konzern unter eigenem Namen in Grenznähe aktiv gewesen. Danach wurde die Kette umbenannt und mit Arzneimittelschaltern aufgerüstet, ein Jahr später folgte in Zusammenarbeit mit einer Apotheke in Brno der Einstieg in den Versandhandel mit ersten Medikamenten. Die Versandapotheke heißt „Chytrá lékárna“: „Clevere Apotheke“.

 

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