Erdbeben-Katastrophe

Actavis liefert Levothyroxin nach Japan

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Der isländisch-schweizerische Generikakonzern Actavis hat 10 Millionen Packungen des Schilddrüsentherapeutikums Levothyroxin nach Japan geliefert. Der Konzern sprang mit der Lieferung für seinen Partner Aska ein, dessen Werk nach dem Erdbeben in Japan am 11. März beschädigt worden war.

Durch den Produktionsausfall hätte Japan nach Angaben von Actavis ein Mangel an Levothyroxin gedroht. Aska sei zwar nicht der einzige Produzent von Levothyroxin-Arzneimitteln in Japan, aber einer der maßgeblichen, sagte ein Sprecher. Aska hatte den Angaben zufolge nach dem Erdbeben Unterstützung von Actavis angefragt, da der Konzern die benötigten Stärken von 50 und 100 Mikrogramm in seinem englischen Werk in Barnstaple produziert.

Inzwischen hat Actavis von der japanischen Behörde Ausnahmezulassungen für seine Präparate erhalten. Actavis versteht das Engagement als Notfallhilfe. Weitere Lieferungen sollen folgen, allerdings nur bis die reguläre Produktion von Aska in Japan wieder möglich ist.

Aska ist ein forschendes Pharmaunternehmen mit Sitz in Tokio. 2009 hatte die Firma mit Actavis ein Joint Venture gegründet, das dem Generikakonzern den Zugang zum japanischen Generikamarkt eröffnete. Aska hält 55 Prozent der Anteile, Actavis 45 Prozent.

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