„Pille danach“

US-Apotheken punkten mit „Plan B“

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Die so genannte „Pille danach“ ist seit dem Fall der Rezeptpflicht in den USA für Frauen schneller verfügbar. Dies ergab eine Umfrage, die kürzlich im „American Journal of Obstetrics and Gynecology“ veröffentlicht wurde. Demnach waren im Jahr 2007 nur 8 Prozent der Apotheken nicht in der Lage, ihren Patientinnen das Verhütungsmedikament mit dem Namen „Plan B“ (Levonorgestrel) innerhalb von 24 Stunden zu besorgen. Zwei Jahre zuvor waren noch 23 Prozent der Apotheken nicht lieferfähig gewesen. Der Anteil der Apotheker, die die Angabe von „Plan B“ verweigerten, halbierte sich im gleichen Zeitraum von 4 auf 2 Prozent.

Die amerikanische Arzneimittelagentur FDA hatte „Plan B“ 2006 aus der Verschreibungspflicht entlassen. Seither muss die Patientin beim Kauf lediglich ihre Volljährigkeit nachweisen. In Europa ist die „Pille danach“ nach Angaben von „Pro Familia“ in 17 Ländern rezeptfrei zugänglich. Dazu zählen unter anderem Belgien, Frankreich, die Niederlande, Dänemark, Luxemburg und die Schweiz. Der Verband setzt sich dafür ein, dass auch deutsche Frauen das Verhütungsmittel künftig ohne ärztliche Verordnung erhalten können.

An der Umfrage in den USA nahmen im Jahr 2005 mehr als 1000 und im Jahr 2007 knapp 800 Apotheker aus den Bundesstaaten Atlanta und Philadelphia teil.

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