USA

Anhörung zu PBM und Apotheken

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Berlin -

Im US-Kongress könnte es bald um die Dominanz von PBM-Konzernen gegenüber unabhängigen Apotheken gehen. Zwei Abgeordnete haben beim Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses im Repräsentantenhaus um eine Anhörung gebeten. Dabei soll es vor allem um die Rolle der PBM bei der Versorgung von Rentnern im Rahmen des staatlichen Versicherungsprogramms Medicare gehen.

 

Die Politiker wollen untersuchen, inwiefern PBM ihre Marktmacht gegenüber unabhängigen Apotheken missbrauchen und so deren Fähigkeit, Rentner mit Arzneimitteln zu versorgen, untergraben. Außerdem soll es um die von Medicare gesetzten Preisobergrenzen und um Zuweisergeschäfte gehen.

Der Apothekerverband lobte den Vorstoß: „Nicht nur Versicherungsprämien, Zuzahlungen und Arzneimittelpreise steigen jedes Jahr, sondern auch die Gewinne der PBM“, sagte Verbandschef B. Douglas Hoey. „Da gleichzeitig das Honorar der Apotheken immer weiter sinkt, ist es nur natürlich zu fragen: 'Wo geht das Geld hin?'“.

PBM verhandeln als Makler für Krankenversicherungen und Arbeitgeber die Konditionen mit Pharmaherstellern und Apotheken; zudem rechnen die Konzerne die eingelösten Rezepte mit den Versicherern ab. Die meisten PBM sind vertikal integriert und betreiben eigene Versandapotheken oder sogar Apothekenketten. Aktuell sorgt der geplante Zusammenschluss von Medco und Express Scripts für heftige Debatten über die Marktmacht der Konzerne.

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