Anbieter arbeitet am Problem

TI-Gateway immer wieder gestört: Worldline erklärt sich

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Berlin -

In der Nacht gab es erneut eine kurzzeitige Störung in der Telematikinfrastruktur (TI): Zwischen 22.30 Uhr und 0.30 Uhr wurden immer wieder „funktionale Einschränkungen innerhalb der TI“ festgestellt, die das TI-Gateway von Worldline betrafen. Die Probleme mit dem Gateway-Anschluss gibt es immer wieder beim Anbieter, dabei soll doch gerade dieser als besonders ausfallsicher gelten. Worldline erklärt sich.

In der Nacht informierte die Gematik über den Teilausfall. „Über das TI-Gateway der Worldline angeschlossene Leistungserbringer können nicht auf die TI zugreifen. Damit ist auch die Nutzung der TI-Anwendungen (VSDM, ePA, E-Rezept, KIM) für diese Leistungserbringer nicht möglich“, hieß es in der Meldung. Zudem folgte der Verweis auf Wartungsarbeiten an einem TI-Gateway-Zugangsmodul der Worldline.

Beim Anbieter bestätigt man die vermehrten Meldungen zu den Ausfällen. Diese seien mit der „Onboarding-Phase“ im Gateway-Bereich zu begründen. „Wir befinden uns derzeit in der Phase, Partner nach erfolgter Zulassung schrittweise zu onboarden, damit diese wiederum die Leistungserbringer anbinden können. Dadurch wird unsere Lösung einem verstärkten ‚Stabilitätstest‘ unterzogen“, heißt es von einer Sprecherin.

Störungen sind Wachstumsschmerzen

Aktuell betroffen sei besonders die zentrale Komponente, die den Verbindungsaufbau zu allen TI-Gateway-Clients steuert, heißt es weiter. „Im Vergleich zu etablierten Anbietern befinden wir uns zeitlich noch in der Einführungsphase. Daher kann die Wahrnehmung von Ausfällen bei uns momentan stärker ausfallen als bei Anbietern, die bereits ähnliche Phasen durchlaufen haben.“

Man arbeite an den Problemen: „In den vergangenen Wochen wurden entsprechende Aktivitäten umgesetzt; der aktuelle Patch hat die bekannten Probleme behoben“, so die Sprecherin. Nun würden nach und nach weitere Stabilitätsverbesserungen in die Produktionsumgebung eingeführt – dazu könnten auch die Wartungsarbeiten in der vergangenen Nacht zählen.

„Wir sind uns der Erwartungen an TI-Technologie bewusst. Gleichzeitig gilt: Neue Technologien brauchen Zeit, um zu reifen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, Belastbarkeit und Zuverlässigkeit zu erhöhen, um stabile Betriebsbedingungen sowie schnelle, zuverlässige Verbindungen sicherzustellen.“

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