In Apotheken kann es zu Störungen beim Abruf von E-Rezepten kommen. Laut Gematik sind elektronische Gesundheitskarten (eGK) mehrerer Krankenkassen betroffen. Man sei bereits an der Analyse des Problems.
Derzeit könne es zu Einschränkungen bei der Nutzung der Versichertenstammdaten (VSDM) von eGK des Kartenherausgebers Bitmarck kommen, so die Gematik. Betroffen sind demnach Versicherte der BKKen, IKKen, DAK, KKH, svlfg, Allianz und hkk.
Dadurch gebe es unmittelbare Auswirkungen auf die Nutzung der Anwendungen, die mit einer eGK durchgeführt werden: Einschränkungen seien etwa beim Einlesen der Karte am Terminal in einer Praxis oder beim Einlösen von Rezepten per eGK in der Apotheke oder per E-Rezept-App möglich.
Bitmarck sei bereits in der Analyse, um die Ursache schnellstmöglich zu beheben. Dem IT-Dienstleister zufolge nutzen die Dienstleistungen rund 35 Millionen Versicherte. Mehr als 80 Prozent der deutschen gesetzlichen Krankenkassen zählten zu den Kunden des Unternehmens.
UPDATE: Außerdem verweist die Gematik auf Work-Arounds, beispielsweise per CardLink: „Bis zur nachhaltigen Behebung des vorliegenden Problems ermöglichen technische Redundanzmechanismen das Einlösen von E-Rezepten per eGK weiterhin.“
Es seien funktionale Einschränkungen innerhalb der Telematikinfrastruktur festgestellt worden, so die Gematik. Das Einlösen von E-Rezepten sei gestört. Der Teilausfall betrifft laut Gematik auch die VPN-Zugangsdienste von Arvato Systems Digital und T-Systems International. Der Zugangsdienst über CompuGroup Medical ist weiterhin erreichbar.
APOTHEKE ADHOC Debatte