Kündigung nach vier Monaten bestätigt

Gedisa: Falsche Rechnung zum Jahresstart

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Berlin -

Für Claudia Hagedorn beginnt das neue Jahr mit einer weiteren Gedisa-Panne: Am 1. Januar kurz vor Mitternacht bestätigte die Verbändetochter eine Kündigung, die die Inhaberin der Phönix-Apotheken in Wolfsburg vier Monate zuvor geschickt hatte. Kurz darauf kam eine weitere Rechnung.

Am 2. September hatte Hagedorn die Gedisa-Mitgliedschaft für ihre drei Apotheken gekündigt, und zwar zum 31. Dezember. Nur wenige Stunden später erhielt die Apothekerin eine Mail, dass ihre Anfrage „erledigt“ worden sei. Danach hörte sie nichts mehr von der Verbändetochter – bis gestern Nacht. Exakt um 23 Uhr gingen drei Mails bei ihr ein, mit denen die Kündigung bestätigt wurde. Allerdings hieß es, die Mitgliedschaft sei „heute gekündigt“ worden. Denn „ursprünglich beantragt“ worden sei die Kündigung am 16. Dezember.

Allerdings hatte Hagedorn seit ihrer Mail gar keinen Kontakt mehr zur Gedisa gehabt, also auch nicht am 16. Dezember. Ihre Vermutung: Der Vorgang wurde bei der Gedisa erst an diesem Tag bearbeitet, auch wenn die Kündigung schon Wochen vorher erfolgt und bestätigt worden sei.

Zwei Stunden später – also kurz nach 1 Uhr in der Nacht zum 2. Januar – trudelte dann auch prompt die nächste Rechnung ein. 112 Euro soll Hagedorn für das erste Quartal je Standort zahlen, 75 Euro für das Basispaket und 19,50 für die KIM-Anbindung.

Immerhin: Am Morgen konnte Helge Hagedorn, Ehemann der Inhaberin und in der Apotheke für den kaufmännischen Bereich zuständig, einen Mitarbeiter in der Hotline erreichen. Der habe ihm zugesagt, dass der Fehler korrigiert werde. Dennoch: „Das ist unprofessionell und bestätigt uns nur in unserer Entschädigung, lieber nicht mit der Gedisa zusammenzuarbeiten“, so Hagedorn.

Im vergangenen Jahr hatte der Landesverband Niedersachsen (LAV) die Kosten für die Gedisa-Mitgliedschaft übernommen, dies jedoch zum Jahresende auslaufen lassen. Jetzt müssen Apotheken die Kosten daher aus eigener Tasche zahlen.

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