Hilfstaxe

DAV: Mehr Geld für Heroin-Substitution

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Berlin -

Seit März gibt es neue Preise für Rezepturen in der Substitutionsbehandlung. Zwar können die Apotheken bei Methadon-Rezepturen 5 Prozent weniger und bei Levomethadon-Zubereitungen 3 Prozent weniger abrechnen. Allerdings ist auch der Abschlag von 5 Prozent weggefallen; unter dem Strich sind die Preise also weitgehend konstant geblieben. Trotzdem will der Deutsche Apothekerverband (DAV) neu verhandeln. Noch wird gerechnet.

 

Bereits im April hatte die Mitgliederversammlung des DAV beschlossen, die Anlagen 4 bis 8 der Hilfstaxe zu kündigen, da die Preise nicht angemessen seien. Ziel sei es, Verhandlungen zur Verbesserung der Honorierung aufzunehmen, so ein DAV-Sprecher.

Die Hilfstaxe kann mit einer Frist von drei Monaten zum Quartalsende gekündigt werden. Bis Ende Juni müsste daher der GKV-Spitzenverband entsprechend informiert werden, damit ab Oktober neue Konditionen gelten könnten. Die Neuverhandlungen haben bereits Ende Mai begonnen.

Doch beim DAV zögert man offenbar: Der Geschäftsführende Vorstand spricht sich dafür aus, vorerst von der Kündigung abzusehen. Zu den Gründen gibt es keine Stellungnahme. Angeblich fehlen aber noch Zahlen, um mit konkreten Vorschlägen in die Gespräche zu gehen. Die Landesverbände sollen nun darüber entscheiden, ob die Vereinbarung gekündigt werden soll oder nicht. Der nächste Termin wäre entsprechend Ende September mit Wirkung zum Jahresende.

 

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