Barrierefreiheit

Apothekenkunden wollen keine Stufen

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Berlin -

Mit dem Rollstuhl oder dem Kinderwagen problemlos in die Offizin: Für jeden zweiten Apothekenkunden ist Barrierefreiheit ein wichtiges Thema. Zu diesem Ergebnis kommt das Beratungsunternehmen „Gesellschaft für Service- und Produktqualität“ (GSPQ). Im vergangenen Jahr hatte die Firma bundesweit 2555 Kunden von 27 Apotheken befragt.

 

57 Prozent der Kunden halten demnach die Barriefreiheit für wünschenswert. 17 Prozent waren unentschieden, für 26 Prozent der Befragten sind Stufen gar kein Thema. Besonders wichtig ist der direkte Zugang den über 65-Jährigen: Zwei Drittel (64,3 Prozent) der Befragten aus dieser Altersgruppe wünschen sich Apotheken ohne Stufen. Bei Kunden unter 25 Jahren sind es 42,9 Prozent.

Mit der neuen Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) werden Apotheken verpflichtet, einen barrierefreien Zugang zur Offizin zu ermöglichen. Andere Themen liegen den Kunden der Untersuchung zufolge übrigens weitaus weniger am Herzen: Ein Lifestyle- oder Wellness-Sortiment wünschen sich lediglich 23,1 Prozent, 20,8 Prozent sprechen sich für Produkte für Tiere aus. Gefragt wurde zudem etwa nach Räumlichkeiten, Auftreten des Apothekerpersonals, Ordnung und Sauberkeit sowie Beratung zu Risiken und Nebenwirkungen. Die Ergebnisse sollen im Juli veröffentlicht werden.

GSPQ wurde 2007 gegründet. Das Unternehmen beschäftigt fünf Mitarbeiter, hinzu kommen Freiberufler. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf Apotheken, Ärzten und dem Pharmabereich, aber auch Banken zählen zu den Kunden. Im Apothekenbereich hatte GSPQ zuletzt untersucht, wie Inhaber und Apothekenteams ihre Wahrnehmung durch Kunden einschätzen.

 

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