Nordrhein

Adexa: Tarifverhandlungen gescheitert

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Die Apothekengewerkschaft Adexa hat die Tarifverhandlungen in Nordrhein für gescheitert erklärt. Von Seiten des Tarifpartners TGL Nordrhein sei kein tragfähiger Vorschlag eingegangen, teilte Adexa heute mit. Die Arbeitgeber hatten demnach eine Steigerung um 0,5 Prozent angeboten sowie 1,5 Prozent als leistungsabhängige Prämie.

Für Adexa war die leistungsabhängige Komponente (LOB) keine ernstzunehmende Alternative: Die TGL habe als Kriterien vor allem Abverkaufszahlen in den Vordergrund gestellt, monierte die Gewerkschaft. „Es kann nicht angehen, dass Chefs ihre Angestellten nur nach Umsatz bewerten dürfen. Heilberufler werden so zu Schubladenziehern degradiert“, sagte die stellvertretende Vorsitzende Tanja Kratt. Sie kritisierte außerdem, dass die Bonusmodelle zu unverbindlich seien. „Eine LOB-Bewertung nach diesem Verfahren erweckt den Anschein, dass die TGL sich aus der Affäre ziehen will“, so Kratt.

Adexa hatte mehrere Optionen vorgeschlagen, die leistungsorientierte Bezahlung (LOB) spielte dabei aber keine Rolle. Die Tarifpartner in Nordrhein waren schon im Vorfeld der Verhandlungen aneinander geraten: Die TGL hatte auf ihrer Jahrestagung Ende Januar eine Tarifsteigerung von 0,5 Prozent beschlossen. Aus Sicht der Gewerkschaft war eine einseitige Gehaltstarifentscheidung allerdings nicht akzeptabel.

Mit dem Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) hatte Adexa in allen Kammerbezirken außer Nordrhein und Sachsen eine Erhöhung der Gehälter um 2 Prozent zum Jahreswechsel vereinbart.

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