Vdek: Neuer Arzneimittelversorgungsvertrag

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Berlin - Zum 1. März ist ein neuer vdek-Arzneiversorgungsvertrag in Kraft getreten. Dieser muss nun bei der Vorlage von Verordnungen der Barmer, DAK, HEK, hkk, KKH und TK beachtet werden. Einige Änderungen ermöglichen den Apotheken mehr Spielraum, so beispielsweise bei der Änderung der Packungsgröße.

Zusätzlich zu dem Rahmenvertrag nach § 129 SGB V besteht zwischen dem Verband der Ersatzkassen (vdek) und dem Deutschen Apothekerverband (DAV) ein Arzneiversorgungsvertrag (AVV). Dieser ist nur für die Ersatzkassen gültig. Der nun in Kraft getretene Vertrag ermöglicht den Apotheken in einigen Punkten mehr Freiheiten. So kann beispielsweise bei einer nicht verfügbaren Packungsgröße eine Änderung auf dem Rezept vorgenommen werden.

Ist kein Arzneimittel mit der verordneten Menge aus dem Auswahlbereich nach geltendem Rahmenvertrag verfügbar, so kann die Apotheke in Absprache mit dem verschreibenden Arzt eine abweichende Normgröße abgeben. Wichtig: Die verordnete Gesamtmenge des Wirkstoffs darf dabei nicht überschritten werden. Die ärztliche Rücksprache muss auf der Verordnung vermerkt werden. Bedruckt wird die PZN des tatsächlich abgegebenen Arzneimittels. Werden zwei kleinere Packungen anstatt einer Großen abgegeben, so muss der Kunde die Zuzahlung doppelt leisten.

Durch die Corona-Pandemie und die die zugehörige Eilverordnung konnten Apotheker:innen und PTA bereits seit längerem bei der Packungsgröße ausweichen. Doch Ende des Monats ist Schluss mit den Corona-Lockerungen. Aktuell steht eine Verlängerung nicht im Raum. Durch den neuen Rahmenvertrag kann dann zumindest bei den Ersatzkassen weiterhin ausgewichen werden.

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