Schleimhautschädigung

Magengeschwür: Bohrender Schmerzbringer Cynthia Möthrath, 17.05.2019 14:32 Uhr

Berlin - Ein Magengeschwür entsteht, wenn tiefere Schichten der Magenwand geschädigt werden. Durch eine rechtzeitige Behandlung können Komplikationen meist vermieden werden. Die Ursachen für die Schleimhautschädigung sind vielseitig.

Meist ist ein Überschuss an Magensäure verantwortlich für die Entstehung eines Magengeschwürs. Dieser kann beispielsweise durch Stress oder vermehrten Alkoholkonsum entstehen. Auch das Helicobacter-Bakterium ist ein häufiger Auslöser. Desweiteren spielen die Einnahme von Medikamenten sowie genetische Faktoren eine Rolle bei der Entstehung eines Geschwürs.

Durch die aggressive Magensäure entstehen tiefliegende Wunden in der Magenschleimhaut. Dadurch entstehen dumpf-bohrende, drückende oder brennende Schmerzen im Oberbauch. Meist sind die Schmerzen punktuell und liegen zwischen Rippenbogen und Bauchnabel. Außerdem kommt es zu Sodbrennen, Übelkeit und Appetitverlust. Die Beschwerden treten bei einem Magengeschwür klassischerweise unmittelbar nach dem Essen oder Trinken auf.

Als Komplikation können Blutungen aus dem Geschwür auftreten, die unbemerkt zu einer Anämie mit niedrigen Hämoglobinwerten führen können. Betroffene klagen häufig über dunkel gefärbten Stuhl, den sogenannten Teerstuhl. Dieser entsteht, wenn die Magensäure das austretende Blut zersetzt. Mithilfe einer Magenspiegelung kann ein Geschwür eindeutig diagnostiziert werden. Häufig kommen auch Blut- oder Ultraschalluntersuchungen zum Einsatz.

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