Anatomie des Verdauungstraktes

Die Magenschleimhaut: Ein unterschätztes Gewebe Cynthia Möthrath, 11.06.2019 15:24 Uhr

Berlin - Die Innenseite des Magens wird von der Magenschleimhaut ausgekleidet. In ihr gibt es zahlreiche Zellen und Drüsen, die vielfältige Aufgaben besitzen. Wird die Schleimhaut geschädigt, kommt es zu unangenehmen Beschwerden und gefährlichen Folgeerkrankungen.

Der Magen ist ein Teil des Verdauungstraktes, er verbindet die Speiseröhre mit dem Zwölffingerdarm. In ihm findet ein wesentlicher Teil der Verdauung statt. Bereits im Mund wird die Nahrung eingespeichelt und durch Enzyme gespalten. Im Magen findet mit Hilfe der Magensäure die weitere Zersetzung statt. Zudem tötet die Säure Krankheitserreger ab, die durch den Mund in den Körper gelangen.

Je nach Füllungszustand in die Schleimhaut des Magens in Falten gelegt. In ihr finden sich kleine Vertiefungen, die als Magengrübchen bezeichnet werden. Die Innenwand des Magens wird von einer schützenden Schleimschicht überzogen. Unter ihr liegt eine Bindegewebsschicht, die Blutgefäße, Nerven, Lymphgewebe und Drüsen enthält. Schließlich folgt die Muskelwand, die aus drei Lagen glatter Muskulatur besteht. Durch sie wird der Speisebrei mit wellenförmigen Bewegungen durchmischt und weiterbefördert, bis er in den Zwölffingerdarm abgegeben wird.

In der Magenwand befinden sich verschiedene Drüsen, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen und in die Magengrübchen münden. Die Nebenzellen produzieren die schützende Schleimschicht, die den Magen vor der Magensäure schützt. Die Hauptzellen produzieren Pepsinogen, die inaktive Vorstufe des eiweißspaltenden Enzyms Pepsin. Im Magen wird Pepsinogen durch das saure Milieu zu Pepsin umgewandelt. Dadurch wird verhindert, dass es in den Zellen zu einer „Eigenverdauung“ kommt.

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