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Apotheker ohne Grenzen Deutschland e. V. 09.11.2017
Apotheker ohne Grenzen Deutschland e. V.

Apotheker ohne Grenzen

HILFE FÜR NEPAL

KATHMANDU/NEPAL -

Susmita und ihre Tochter Laxmi

In vielen unserer Projekte arbeiten wir Hand in Hand mit anderen Organisationen und zusammen mit dem Staat. Keiner kann alles alleine schaffen und gemeinsam versuchen wir, das Beste aus dem zu machen, was möglich ist. Nach den Reisen unserer ehrenamtlichen Einsatzkräfte in Nepal waren wir jedoch bekümmert angesichts der sehr überschaubaren Arzneimittel, die in den Health Posts (Gesundheitsposten) in unserem Projektgebiet vorgefunden wurden. In dieser Region ist der Staat für die Arzneimittellieferungen in die Gesundheitsposten zuständig. „Mal ist mehr, meist weniger da“, merkt Bilash Chandra an. Bilash ist Incharge (verantwortlicher Mitarbeiter) in einem Health Post im Distrikt Baglung in den Bergen von Nepal. „Dank der Schulungen durch AoG zum richtigen Einsatz der Medikamente für unsere Kranken kann ich die wenigen Medikamente, die wir haben, bedarfsgerecht einsetzen“, beruhigte uns Bilash Chandra.

Im vergangenen Jahr hatte Bilash hochkonzentriert und wissbegierig an der STP-Schulung (Standard Treatment Protocol) der Apotheker ohne Grenzen (AoG) teilgenommen. Er hält seit 18 Jahren im Health Post leidenschaftlich die Stellung, weil er seine Leute medizinisch und pharmazeutisch gut versorgt wissen will. Die Unterlagen aus der Schulung hütet er wie einen Schatz!
 
Unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte besuchten einige Gesundheitspostenleiter um zu sehen, ob sie das erlernte, pharmazeutische Wissen auch korrekt anwenden und dokumentieren. Schwierige Fälle werden dann gemeinsam besprochen: wie der von Harka (32 J.), Susmitas (26 J.) Ehemann. Sie ist heute mit ihrer kleinen Tochter Laxmi (sprich: Lakschmi) hier. Beide leiden an einer akuten Bronchitis. Sie haben hohes Fieber, starken Husten und bekommen nur sehr schlecht Luft. Neben Paracetamol gibt ihnen Bilash aufgrund des eitrigen Auswurfs auch Amoxicillin mit. „Der Auswurf deutet auf eine zusätzliche Infektion mit Bakterien hin, deshalb ist ein Antibiotikum nötig“, konstatiert Bilash. Und erklärt weiter, dass er ansonsten nur symptomatisch das Fieber behandeln würde.

Bilash untersucht Sita. Die Mutter einer fünfköpfigen Kinderschar hat mit schweren Monatsblutungen zu kämpfen, die mit Schwindel und großer körperlicher Schwäche einhergehen.

Zwischen viralem und bakteriellem Infekt zu unterscheiden, hat er bei den AoG-Schulungen gelernt. „Seitdem achte ich genauer auf die Symptome und wähle sorgfältig die richtigen Arzneimittel aus!“ fügt er stolz hinzu. Susmita und Laxmi kann Bilash gut helfen, doch Harka hat seit gut fünf Jahren schier unerträgliche Kopfschmerzen. Bislang konnte noch niemand den Grund dafür finden. Geld für die Konsultation eines Spezialisten in der nächstgrößeren Stadt fehlt den Bergbewohnern. Bilash erarbeitete für ihn eine Schmerzmitteltherapie, um mögliche Nebenwirkungen zu minimieren, so dass Harka arbeitsfähig ist und seine Familie unterstützen kann.

Mit dem guten Gefühl, trotz der Widrigkeiten, für die Menschen hier etwas erreicht zu haben, ging es für unsere Einsatzkräfte danach weiter zum nächsten Berg und Tal, dem dortigen Health Post entgegen.

Wir sind überzeugt, dass der ehrenamtliche Einsatz unserer Kollegen ein lohnender ist. Auch sind wir dankbar für ihre unermüdliche Arbeit und freuen uns über Berichte, die zeigen, dass unsere Bemühungen – hier in diesem Fall also unsere Schulungen – im Zusammenspiel mit anderen Früchte tragen und den Menschen genau dort helfen, wo sie es benötigen – in ihrer Heimat, in ihrer Kultur.
 
Wir hoffen, dieser kurze Bericht hat auch Sie von unserer Arbeit überzeugt und würden
uns sehr freuen, wenn Sie die Arbeit der Apotheker ohne Grenzen finanziell unterstützten!
 
Unser Bedarf für Nepal erhöht sich, da wir am Fuß des Mount Everest, in Basa 6, den Ausbau eines Health Posts und in diesem Fall auch die Arzneimittellieferungen (in dieser Region ist das möglich!) sowie deren Transport von Kathmandu zukünftig finanzieren werden.

Jetzt helfen!

Ihre Spende kommt an!

Apotheker ohne Grenzen Deutschland e. V.
Geschäftsstelle München
Frau Eliette Fischbach

Telefon: 089 - 41 55 97 38
Telefax: 089 - 41 55 97 39

E-Mail: info@psfde.org
Internet: www.apotheker-ohne-grenzen.de

Gemeinnützig anerkannte Hilfsorganisation eingetr. beim Amtsgericht München Reg.-Nr. VR 202527
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