Inhaberin protestiert

Schwarzes Schaufenster: „Es geht um unsere Existenz“

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Berlin -

Den Auftakt zur landesweiten Protestaktion macht heute Thüringen: Am Nachmittag sollen die Türen der Apotheken schließen, die Versorgung nur über die Notdienstklappe erfolgen und etliche Schaufenster rot-schwarz dekoriert sein. Einige Apotheken machen mit: „Es geht hier schließlich um den Erhalt unserer Existenz“, so eine Inhaberin aus Erfurt. Zur Verdeutlichung hat sie ihre Schaufenster schwarz verkleidet und mit Plakaten bestückt.

Mit dem Start der landesweiten Protestaktion wolle man abermals zeigen, wie es um die Apotheken vor Ort steht. Laut Apothekerverband wird mit einer hohen Beteiligung der Inhaber:innen gerechnet. Auch die Inhaberin aus der Landeshauptstadt hat die Hoffnung auf ein höheres Honorar noch nicht aufgegeben: „Wir beteiligen uns an dem Protest, vielleicht können wir doch etwas bewirken.“

Schließlich gehe es um den Erhalt der Existenz der Apotheken. Zudem sei die Aufmerksamkeit der Bevölkerung wichtig: „Unsere schwarz verhangenen Schaufenster sollen symbolisch für die 500 geschlossenen Apotheken stehen, das erregt das Interesse unserer Patienten“, so die Inhaberin. Auch eine weitere Inhaberin ist der Meinung: Man dürfe jetzt nicht einfach aufgeben. „Wir müssen weiter kämpfen und der Öffentlichkeit zeigen, um was es uns geht. Sonst ändert sich nie etwas.“

Deswegen wird sie sich auch an der T-Shirt-Aktion beteiligen: „Die rote Signalfarbe bringt uns hoffentlich noch mehr ins Gespräch mit der Kundschaft. Es muss verdeutlicht werden, wie wichtig die Apotheke vor Ort ist. Es darf nicht alles den Bach runtergehen.“ Sie wünsche sich zwar insgesamt mehr Biss, aber die Sache auszusitzen sei auch keine Lösung: „Der Schulterschluss im vergangenen Jahr war enorm, da müssen wir anknüpfen und einfach dranbleiben“, so die Inhaberin.

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