Arzneimittelpreise

Schiedsstelle kommt Herstellern entgegen

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Berlin -

Die Schiedsstelle für die Preisverhandlungen neuer Arzneimittel mit Zusatznutzen hat ihre erste Entscheidung getroffen: In der Frage um die Liste der europäischen Referenzpreisländer haben die Unparteiischen jetzt 15 Staaten benannt, deren Arzneimittelpreise in Deutschland zur Preisfindung herangezogen werden können.

 

Seit Monaten streiten sich Hersteller und Kassen über den sogenannten „Länderkorb“: Während die Industrie einen Preisvergleich mit Ländern fordert, die eine mit Deutschland vergleichbare Wirtschaftskraft haben, wollen die Kassen möglichst viele Vergleichswerte einbeziehen. Zuletzt hatte die Schiedsstelle eine Aufstellung mit 20 Ländern vorgeschlagen. Aber auch darauf konnten sich beide Parteien nicht einigen.

Die Hersteller hatten kritisiert, dass noch zu viele kleine Länder dabei seien, die mit der Wirtschaftskraft Deutschlands nicht vergleichbar seien. Die Schiedsstelle hat nun Island, Zypern, Slowenien, Malta und Ungarn gestrichen. Es bleiben Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden, Slowakei, Spanien und Tschechien.

Beide Parteien haben nun letztmalig die Möglichkeit, bis zum 7. März eine Stellungnahme einzureichen. Dem Vernehmen nach wollen Kassen und Hersteller die Liste aber akzeptieren.

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