Versandhandel

Pharma-Bündnis gegen Fälschungen

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Vier internationale Pharmaverbände haben ein breiteres Vorgehen im Kampf gegen den Online-Handel mit gefälschten Arzneimitteln gefordert. Neben den Bemühungen der Regierungen sollten auch private Unternehmen wie Suchmaschinen, Domainanbieter oder Kreditkarteninstitute eine entscheidende Rolle für die Patientensicherheit spielen, fordern der EU-Pharmaverband EFPIA, der internationale Hersteller-Dachverband IFPMA, der US-Pharmaverband PhRMA und der japanische Herstellerverband JPMA.

Der Versandhandel mit gefälschten Medikamenten ist ein globales Problem. 2010 wurden weltweit gefälschte Arzneimittel im Wert von 75 Milliarden US-Dollar, etwa 62 Milliarden Euro, verkauft wie das Zentrum für sichere Internetapotheken (CSIP) mitteilte. Die amerikanische Organisation wurde im vergangenen Jahr gegründet und will Internetunternehmen sowie Verbraucher über den Handel mit illegalen Medikamenten aufklären. Sie nahm am Montag ihre Arbeit auf. Zu den Mitgliedern gehören neben Google, Yahoo oder Microsoft auch American Express und Visa.

Die vier Pharmaverbände unterstützen die Arbeit des Zentrums. EFPIA-Generaldirektor Richard Bergström sagte, die Organisation sei ein gutes Beispiel für eine breite Zusammenarbeit und auch eine Inspiration für Akteure außerhalb der USA.

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