Ärztetag

NS-Verbrechen: Ärzte entschuldigen sich

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Der Deutsche Ärztetag in Nürnberg hat sich bei den Opfern von Medizinern während des Nationalsozialismus entschuldigt. „Wir bekunden unser tiefstes Bedauern darüber, dass Ärzte sich entgegen ihrem Heilauftrag durch vielfache Menschenrechtsverletzungen schuldig gemacht haben, gedenken der noch lebenden und der bereits verstorbenen Opfer sowie ihrer Nachkommen und bitten sie um Verzeihung.“

Die Delegierten seien sich bewusst, dass die Initiativen gerade für die gravierendsten Menschenrechtsverletzungen nicht von politischen Instanzen ausgegangen seien, sondern von den Ärzten selbst, hieß es weiter: „Diese Verbrechen waren auch nicht die Taten einzelner Ärzte, sondern sie geschahen unter Mitbeteiligung führender Repräsentanten der verfassten Ärzteschaft“, bekannte der Ärztetag.

Daher erkenne die Ärzteschaft die wesentliche Mitverantwortung von Ärzten an den Unrechts-Taten der NS-Medizin an. Zugleich verpflichtete sich der Ärztetag, die weitere historische Forschung dazu zu fördern und „sowohl in Form finanzieller als auch institutioneller Unterstützung“ zu begleiten.

In Nürnberg fanden regelmäßige Reichsparteitage statt. Nach dem Krieg wurde das NS-Unrecht in den Nürnberger Prozessen aufgearbeitet.

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