Koalitionsrunde

Kommerzielle Sterbehilfe wird strafbar

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Geschäfte mit der Sterbehilfe sollen in Deutschland unter Strafe gestellt werden. Dazu soll ein neuer Tatbestand im Strafgesetzbuch geschaffen werden, der die gewerbsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe stellt. Das beschlossen Union und FDP am Sonntag bei ihrer Spitzenrunde, wie aus dem Kanzleramt verlautete.

Die eigenverantwortliche Selbsttötung ist ebenso wie deren Versuch oder die Teilnahme daran straflos. Dies soll für Fälle einer kommerzialisierten Suizidhilfe korrigiert werden. Denn dies könnte Menschen nach Auffassung der Koalition dazu verleiten, sich das Leben zu nehmen.

In den vergangenen zwei Jahren verhalf Sterbehilfe Deutschland e.V. mehr als 50 Menschen zum Freitod.Seit Jahren befasst sich der Bundesrat mit dem Thema assistierter Suizid – bislang ohne Ergebnis. Im Juni beschloss der Ärztetag in Kiel, dass Ärzte auch hoffnungslos todkranken Patienten nicht zum Sterben verhelfen dürfen. Die Delegierten änderten die Berufsordnung. Diese gilt aber nur für die Ärzte.

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