Tarifverhandlungen

Klinikärzte werden ungeduldig

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Die Tarifverhandlungen für die 22.000 Ärzte an Universitätskliniken gehen am Donnerstag in die nächste Runde. Der Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB), Rudolf Henke, forderte die Arbeitgeber auf, ein konstruktives Angebot vorzulegen. „Ein ordentliches Tarifergebnis muss auch ohne endlose Debatten und ohne neue Ärztestreiks möglich sein“, sagte Henke. Ohne ein verhandlungsfähiges Angebot gehe die Geduld der Ärzte zur Neige.

Der MB fordert 9 Prozent mehr Einkommen, eine deutliche Steigerung der Zuschläge für Überstunden, Samstags- und Nachtarbeit sowie eine Angleichung der Ost-Gehälter an das westdeutschen Niveau. Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte die Forderung als inakzeptabel zurückgewiesen. Nach ihren Berechnungen summieren sich die Forderungen des Marburger Bunds für viele Ärzte auf 13 Prozent und in den neuen Ländern sogar auf bis zu 30 Prozent. Mit monatelangen Streiks hatten die Ärzte 2006 den Weg zum ersten eigenen Tarifvertrag geebnet.

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