Tarifstreit

Klinikärzte stimmen über Streik ab

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An den bundesweit etwa 600 kommunalen Krankenhäusern droht ein Ärztestreik: Der Marburger Bund (MB) erklärte am Freitag das Scheitern der Tarifgespräche mit den Arbeitgebern über höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Die Große Tarifkommission des Verbands der Krankenhausärzte rief die etwa 50.000 MB-Mitglieder an den kommunalen Kliniken zur Urabstimmung über Arbeitskampfmaßnahmen auf.

Die Urabstimmung ist für den Zeitraum 9. Dezember bis 9. Januar angesetzt. Bei einem positiven Ausgang müssten Patienten und Kliniken dann ab dem 26. Januar mit Streiks rechnen, teilt der MB mit.

Die Ärztegewerkschaft hatte das Arbeitgeberangebot in der letzten Verhandlungsrunde am 22. November als unzureichend zurückgewiesen und die Gespräche unterbrochen. Ihre Forderung lautet auf 6 Prozent mehr, bessere Bezahlung der Bereitschaftsdienste sowie eine Reduzierung dieser Dienste auf maximal vier pro Arzt und Monat.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) hatte eine Erhöhung im Rahmen der Krankenhaus-Budgetsteigerung von 1,48 Prozent für 16 Monate sowie eine Einmalzahlung von 250 Euro angeboten.

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