Ärztehonorare

Klinikärzte bekommen Prozente

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Die für den heutigen Montag geplanten Ärztestreiks an Universitätskliniken sind im letzten Moment abgewendet worden. Die Tarifparteien einigten sich auf eine lineare Erhöhung der Gehälter um 3,6 Prozent, 1,4 Punkte weniger als von den Ärzten gefordert. Für die 20.000 betroffenen Mediziner gibt es zudem eine Einmalzahlung von 350 Euro und besser bezahlte Nachtarbeit.

Aus Medizinersicht ging es auch darum, weitere Auszehrung durch Ärztemangel und überbordende Hektik und Belastung zu verhindern. Entsprechend hoch hatte die Ärztegewerkschaft gepokert: ein lineares Plus von 5 Prozent sowie ein Gesamtvolumen von 6,3 Prozent wollte man durchsetzen.

Der Streikfahrplan stand. Ab Montag sollten 23 Unikliniken voll bestreikt werden. Am Wochenende gab es dann doch eine Einigung: Für Vollarbeit in der Nacht erhalten die Ärzte ab 1. Januar 2012 pro Stunde einen Zeitzuschlag in Höhe von 20 Prozent anstelle des bisherigen Stundenzuschlages für Nachtarbeit von 1,28 Euro. Auch für nächtliche Bereitschaftsdienste wird künftig ein Zeitzuschlag in Höhe von 20 Prozent je Stunde gezahlt. Schließlich wurde eine zusätzliche Entgeltstufe für Fachärzte mit langer Berufserfahrung vereinbart. Die Ärzte im Justizvollzugsdienst werden in den Tarifvertrag aufgenommen.

Für den Chef des Marburger Bundes, Rudolf Henke, ist der Kompromiss „vertretbar“, für den Vorsitzenden der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, Hartmut Möllring, ist er „gut“.

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