Ärztemangel

Kinderärzte sehen Versorgungslücken

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Kinderärzte warnen vor steigenden Versorgungslücken in ländlichen Gebieten. Künftig müssten Patienten für eine hoch qualifizierte fachliche Versorgung weitere Wege in Kauf nehmen, sagte der Generalsekretär der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, Professor Dr. Hans-Jürgen Nentwich. Schon heute müssten Eltern mit ihren Kindern vereinzelt 50 bis 70 Kilometer zu einem Arzt fahren.

„Die Politik hat noch nicht begriffen, was sie tun muss, um die Versorgung in der Fläche sicherzustellen“, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Dr. Wolfram Hartmann. Die Mediziner fordern, dass in dünn besiedelten Gebieten Räume zur Verfügung gestellt werden, die Fachärzte stundenweise nutzen können.

Zwar werde die Zahl der Kinder und Jugendlichen in den kommenden Jahren sinken, gleichzeitig nähmen die Kinderkrankheiten jedoch zu, sagte Nentwich. Vor allem bei Allergien und psychischen Störungen erwarten Experten steigende Zahlen. Zudem würden die Kinder immer dicker.

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