Standesvertretungen

„Ärztetag der Basis“

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Politik und Kassen feiern, wenn sich Leistungserbringer selbst zerfleischen. Bei den Apothekern gibt es Zentrifugalkräfte, doch die Ärzte sind noch viel zersplitterter: Jenseits der Fachverbände gibt es zahlreiche kleinere Interessenvereine. Die „Freie Ärzteschaft“ zählt zu den umtriebigeren. Kurz vor dem Deutschen Ärztetag will der Verein am 12. Mai zu einem „Ärztetag der Basis“ zusammenkommen, um über die Finanzierung des GKV-Systems zu debattieren.

Die Freie Ärzteschaft sammelt derzeit Anträge, die auf dem Treffen diskutiert werden. Medienberichten zufolge werden mehr als 300 Teilnehmer erwartet. Das Ziel der selbst ernannten „Basis-Ärzteschaft“: „Die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens transparent, aber vor allem auch plausibel zu machen“, so FÄ-Präsident Dr. Martin Grauduszus.

Bei dem Treffen sollen vier Blöcke thematisiert werden: direktes Vertragsverhältnis zwischen Arzt und Patient und Kostenerstattung, Bürokratiewahn im Gesundheitswesen, elektronische Gesundheitskarte und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für niedergelassene Ärzte sowie die Thematik der ethischen Verantwortung des Arztes. Die in der Bundesärztekammer (BÄK) vertretenen FÄ-Delegierten wollen die Beschlüsse zehn Tage später beim Bundesärztetag einbringen.

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