Nierenzellkarzinom

Votrient EU-weit zugelassen

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Der Angiogenese-Hemmer Votrient (Pazopanib) kann unter Auflagen EU-weit auf den Markt gebracht werden. Nach dem positivem Votum der europäischen Arzneimittelagentur EMA hat nun die EU-Kommission grünes Licht für das Produkt des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GSK) gegeben. Es handelt sich um eine bedingte Zulassung, die jedes Jahr erneuert werden muss. Die EMA forderte zudem weitere Ergebnisse aus der derzeit laufenden Vergleichsstudie mit Sutent (Sunitinib) von Pfizer.

Votrient dient zur First- und Second-Line-Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms. Der Wirkstoff zählt zur Klasse der Multi-Tyrosinkinaseinhibitoren und greift an den Rezeptoren des Gefäßwachstumsfaktors (VEGF), des Plättchen-assoziierten Wachstumfsfaktors (PDGF) und der Tyrosinkinase c-Kit an. Damit werden die Angiogenese und folglich die Blutversorgung der Tumoren gehemmt. Zu den häufigsten unerwünschten Ereignissen zählen laut GSK Durchfälle, Blutdrucksteigerungen, farbliche Veränderungen der Haare, Übelkeit, Anorexie und Erbrechen.

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