Multiple Sklerose

Sonne schützt vor MS

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Menschen, die häufig der Sonne ausgesetzt sind, erkranken seltener an Multipler Sklerose (MS). Diesen Zusammenhang haben australische Forscher in einer Studie gefunden. Die Forscher vermuten daher, dass der Vitamin D-Spiegel einen Einfluss auf die Krankheitsentstehung haben könnte. Denn das Vitamin wird bei Sonneneinstrahlung in der Haut produziert.

Um die Vitamin D-Konzentration im Blut für die Vergangenheit abzuschätzen, fragten die Forscher 216 MS-Patienten sowie 400 gesunde Probanden, wie viel Zeit sie in ihrem Leben in der Sonne verbracht haben. Zusätzlich wurden die Hautschäden und der aktuelle Vitamin D-Spiegel im Blut gemessen.

Die Patienten mit früher MS waren in ihrem bisherigen Leben seltener der Sonne ausgesetzt gewesen und hatten deutlich geringere UV-Licht-bedingte Hautschäden als die gesunden Studienteilnehmer. Zum Zeitpunkt der ersten Symptome hatten sie zudem einen um 5 bis 10 Prozent niedrigeren Vitamin D-Spiegel im Blut.

Ob Vitamin D prophylaktisch eingesetzt werden kann, lässt sich aus den Studienergebnissen, die im Fachjournal „Neurology“ veröffentlicht sind, allerdings nicht ableiten.

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