Umstellung der Packungsgröße

Postericort/DoloPosterine: 30 g statt 25 g

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Berlin -

Bei Postericort und DoloPosterine N (Dr. Kade) wurden die Packungsgrößen umgestellt. Die kleinste Packung der verschreibungspflichtigen Arzneimittel beinhaltet jetzt 30 statt 25 g.

Seit September kommt Postericort Salbe in der neuen Packungsgröße zu 30 g mit der neuen PZN 20081816. Die 25 g Tube ist unter der PZN 10215256 gelistet.

Voraussichtlich ab Dezember wird DoloPosterine N Salbe zu 30 g mit der PZN 20081822 verfügbar sein.

Die Packungen zu 50 g und 100 g sowie die Zäpfchen bleiben unverändert.

Was gilt in der Apotheke?

Werden noch Packungen zu 25 verordnet und sind diese lieferbar, kann das Rezept entsprechend beliefert werden. Sind nur Packungen zu 30 g verfügbar, kann laut Dr. Kade stattdessen diese neue Packung beliefert und abgegeben werden.

Allerdings sind die Tuben zu 25 g der Normgröße 1 zugeordnet. Die Packungen zu 30 g sind nicht als N1 gekennzeichnet. Laut Packungsgrößenverordnung liegt die 30 g-Tube aber im Normbereich 1 für Salben und andere halbfeste Zubereitungen zur Anwendung am Anus.

Die Zusammensetzung und die Indikation der beiden Arzneimittel bleiben unverändert. Postericort enthält niedrig dosiertes Hydrocortisonacetat zur Behandlung akuter, juckender und geröteter Analekzeme. Entzündungen im Analbereich werden gemindert.

DoloPosterine N enthält das Lokalanästhetikum Cinchocain und dient der symptomatischen Linderung akuter anorektaler Schmerzen, beispielsweise bei Hämorrhoidalleiden, Analfissuren oder Analfisteln.

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind gut durchblutet, ringförmig angeordnet und haben eine wichtige Aufgabe: Sie dienen in Kombination mit dem inneren und äußeren Schließmuskel des Afters zur Abdichtung des Darms nach außen. Die Blutgefäße verhindern also durch Anschwellen, dass der Stuhl den Darm unkontrolliert verlassen kann. Wer sich entleeren muss, sendet ein Signal – das Blut fließt ab und die Hämorrhoide schwillt ab, der Stuhl kann den After passieren.

Bereiten die Hämorrhoiden Probleme und bilden sich „Klumpen“ (es können sich Blutgerinnsel bilden), gefährdet falsche Scham die Therapie, denn Hämorrhoidalleiden sind noch immer ein Tabuthema. Dabei leiden etwa zwei Drittel der über 30-Jährigen mindestens einmal im Laufe des Lebens an Juckreiz, Brennen und Schmerzen, die durch erweiterte Hämorrhoiden verursacht werden. Weitere Symptome sind: Blut auf dem Stuhl und Nässen. Blutet die Hämorrhoide, sollte der/die Patient:in eine/n Ärzt:in aufsuchen.

Unterschieden wird in innere und äußere Hämorrhoiden. Die inneren Hämorrhoiden befinden sich oberhalb der Verbindung zwischen After und Mastdarm, die äußeren unterhalb.

  • Hämorrhoiden 1. Grades: Symptome sind Juckreiz und Schmerz, die Hämorrhoiden sich äußerlich nicht sichtbar.
  • Hämorrhoiden 2. Grades: Symptome sind starker Juckreiz, Brennen und Schleimabsonderungen sowie mitunter hellrotes Blut auf dem Stuhl. Die Hämorrhoiden werden beim Toilettengang herausgepresst und ziehen sich selbst wieder zurück.
  • Hämorrhoiden 3. und 4. Grades: Symptome sind starke Schmerzen und Entzündung. Die Hämorrhoiden ziehen sich nicht mehr selbst zurück.

Hoher Druck, beispielsweise durch Kraftsport, kann Hämorrhoidalleiden verstärken. Weitere Ursachen sind Bewegungsmangel infolge sitzender Tätigkeiten, geringe Flüssigkeitszufuhr, Verstopfung und Pressen beim Stuhlgang sowie Übergewicht und ein schwaches Bindegewebe.

Hämorrhoiden in der Selbstmedikation

Bei akuten Beschwerden können Salben und Zäpfchen mit Lidocain Linderung verschaffen. Das Lokalanästhetikum hemmt vorübergehend die Bildung und Weiterleitung von Nervenimpulsen zum zentralen Nervensystem – Juckreiz, Brennen und Schmerzen werden gemindert.

Wer auf pflanzliche Inhaltsstoffe setzt, kann auf Präparate mit Hamamelis zurückgreifen. Aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe werden der Zaubernuss blutstillende, entzündungshemmende und adstringierende Effekte zugesprochen. Außerdem kommen Analtamponaden sowie Präparate mit basischem Bismutgallat, Rosskastanie oder Eichenrinde zum Einsatz.

Der Behandlungserfolg von Salben und Zäpfchen kann in Kombination mit adstringierenden Sitzbädern verstärkt werden. Begleitend werden stuhlaufweichende Präparate wie Macrogol oder auch Flohsamenschalen eingesetzt. So gehört die Gabe von Ballaststoffen laut Leitlinie zur Basistherapie. Betroffene sollten außerdem auf eine gute Analhygiene achten.

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