Sterberisiko

Osteoporose wird unterschätzt

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Die Gefahren durch die Knochenkrankheit Osteoporose werden in Europa nach Ansicht von Fachärzten weiterhin deutlich unterschätzt. „Nur knapp die Hälfte der Erkrankten wird überhaupt korrekt diagnostiziert, und nicht einmal ein Viertel von ihnen bekommt eine sachgerechte Therapie“, sagte der Orthopäde Dr. Wolfhart Puhl zum Auftakt des Europäischen Orthopädiekongresses (EFORT). Der jüngsten Statistik zufolge sind die Chancen einer 50-jährigen Frau, in Folge eines durch Osteoporose verursachten Oberschenkelhalsbruchs zu sterben, statistisch ebenso groß wie ihr Tod durch Brustkrebs, betonte Puhl.

Nach Angaben Puhls leiden allein in Deutschland bereits rund acht Millionen Menschen an Osteoporose. EU-weit gehen Experten von fast 48 Millionen Betroffenen bei demografisch bedingt zunehmender Tendenz aus. Die Zahl der Oberschenkelhalsbrüche aufgrund von Osteoporose liege bei 120.000 in Deutschland und EU-weit bei mehr als einer Million, berichtete Puhl. Allein in Deutschland belasteten die Folgekosten der Osteoporose die Gesundheitsbudgets mit rund vier Milliarden Euro pro Jahr.

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