Warnung

Morphin in der Muttermilch

, Uhr

Codeinhaltige Medikamente können für Kinder stillender Mütter gefährlich werden, warnt die amerikanische Zulassungsbehörde FDA. Die Metabolisierung von Codein zu Morphin könne im Körper einiger Mütter sehr schnell geschehen. Säugende Kinder nähmen dann in kurzer Zeit große Mengen an Morphin auf, erklärt die FDA.

Bislang wurde stillenden Müttern nicht von der Einnahme von Codein abgeraten. Im vergangenen Jahr sei jedoch ein 13 Tage alter Säugling verstorben, der über die Muttermilch hohe Dosen an Morphin aufgenommen hatte. Die Mutter habe Codein in einer Menge unterhalb der therapeutischen Dosis eingenommen, doch Gentests hätten bewiesen, dass ihr Körper die Substanz sehr schnell in Morphin umwandelt.

Schätzungen der FDA zufolge sind bis zu 28 Prozent der Bevölkerung so genannte Schnellmetabolisierer. Nur ein Gentest könne Klarheit hierüber bringen. Allerdings sei nicht festzustellen, wie viel Morphin über die Milch in den Körper des Kindes gelange. Eltern sollten medizinischen Rat einholen, wenn ihr Baby übermäßig schläfrig sei, Atemprobleme habe oder Schwierigkeiten beim Stillen aufträten.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Langzeitstudie mit 130.000 Probanden
Demenz: Koffein bremst kognitiven Verfall
Kontrolle durchs BfArM nicht zielführend
Warken: „Anforderungen an Versand bereits festgelegt“
Mehr aus Ressort
Bei erhöhtem Erkrankungsrisiko
Gürtelrose-Impfung schon ab 18

APOTHEKE ADHOC Debatte