Nebenwirkungen

EMA überprüft Somatropin

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Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will mögliche unerwünschte Wirkungen von Arzneimitteln mit Somatropin untersuchen. Um das Nutzen-Risiko-Verhältnis zu überprüfen, sollen alle verfügbaren Daten zu Präparate mit dem Wachstumshormon ausgewertet werden.

Anlass für die Bewertung sind Ergebnisse einer epidemiologischen Langzeitstudie aus Frankreich. Patienten, die in ihrer Kindheit mit Somatropin behandelt wurden, haben demnach im Vergleich zur Normalbevölkerung ein höheres Sterblichkeitsrisiko. Dies gelte insbesondere bei Überdosierungen, so die EMA. Die Studie allein reiche allerdings nicht aus, um einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Hormontherapie und der erhöhten Sterblichkeitsrate zu belegen.

Genauere Details zur Bewertung will die EMA in Kürze bekannt geben. Den Ärzten rät die Behörde, sich streng an die in der Fachinformation aufgeführten Indikationen und Dosierungen zu halten.

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