Cannabis

Deutsche wollen Cannabis-Medizin

, Uhr

Eine große Mehrheit der Deutschen ist für den Einsatz von Cannabis in der Medizin. Bei einer Emnid-Umfrage stimmten 75 Prozent der Befragten der Therapie von chronischen Schmerzen und Spastiken bei Multipler Skelrose (MS) mit Cannabis zu.

Erstaunlicherweise fand die medizinische Anwendung der Pflanze bei Schülern vergleichsweise wenig Zustimmung: Nur 55 Prozent stimmten zu. Die höchsten Zustimmungswerte gab es bei Männern, in den gebildeten Schichten und bei den Anhängern der „kleineren“ Parteien FDP, Grüne und Die Linke.

Die Umfrage war von der Arbeitsgemeinschaft „Cannabis als Medizin“ in Auftrag gegeben worden. Die Gemeinschaft ist ein gemeinnütziger Verein von Ärzten, Apothekern, Patienten und Juristen, die sich für die therapeutische Nutzung von Cannabisprodukten einsetzt.

Die Fachgruppe bemängelt, dass sich Patienten, für die Cannabis eine wirksame Behandlungsmethode darstellt, noch zu häufig mit Behörden, Ärzten und Krankenkassen streiten müssten. Es gebe in Deutschland bisher nur 40 Patienten, die eine Berechtigung dafür haben, Cannabis aus der Apotheke zu beziehen.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Spitzengehälter für Ärztevertreter
KBV: Halbe Million Euro pro Jahr für Gassen
Honoraranpassung und Planungssicherheit
CDU-Besuch: Protest zur Sensibilisierung sinnvoll
Mehr aus Ressort
Forschung an neuen Mitteln
Pille: Wirkstoffkombi ohne Hormone
Wandel durch Kohlenhydratverzicht
Adipositas: Keto-Diät spaltet die Darmflora

APOTHEKE ADHOC Debatte