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Zuschuss für Malariamittel

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Die „Malaria Drugs Initiative“ will Medikamente gegen Malaria für Menschen in elf besonders gefährdeten Ländern erschwinglich machen. An dem 225-Millionen-Dollar-Projekt (umgerechnet rund 173 Millionen Euro) beteiligen sich unter anderen das UN-Kinderhilfswerk UNICEF, die Weltbank, die niederländische Regierung, der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose sowie die Bill-und- Melinda-Gates-Stiftung.

Mit dem Geld sollen vor allem Artemisinin-Kombinations-Therapien (ACT) für die Betroffenen zu erschwinglichen Preisen verfügbar werden. Bisher kosten die neuen Medikamente noch das Zehn- bis Vierzigfache der alten Mittel, die aber durch Resistenzbildung beim Malariaparasiten inzwischen ihr Wirkung verloren haben. Im Rahmen ihrer Initiative hoffen UNICEF, die Weltbank und ihre Partner, ACT-Medikamente künftig für 0,20 bis 0,50 Dollar statt bisher 6 bis 10 Dollar pro Behandlung anbieten zu können.

Das Projekt beschränkt sich zunächst auf zwei Jahre und die besonders schwer von Malaria betroffenen Regionen von Benin, Ghana, Kambodscha, Kenia, Madagaskar, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Tansania und Uganda. Erweist es sich als erfolgreich, soll es auf weitere Länder mit hohem Malariarisiko ausgeweitet werden. Die Kombination von Moskitonetzen, die nachts über Betten gehängt werden, mit den neuen Mitteln hat die Zahl der Malariatoten in einigen afrikanischen Ländern bereits um 50 bis 90 Prozent gesenkt.

Die von Moskitos übertragene Krankheit tötet täglich 2000 Kinder. Jedes Jahr fallen eine Million Menschen der Malaria zum Opfer, 90 Prozent noch im Kindesalter, teilte die „Malaria Drugs Initiative“ mit.

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